Lindenstr. 43 - 48431 Rheine - Tel: 05971-12053 - Fax: 05971-12053 - E-Mail schreiben

Sportdeutschland-News

DOSB schützt Team D Athlet*innen vor Hate Speech

In Kooperation mit Sportradar und Arwen AI stellt der DOSB den Athlet*innen des Team D und des Team D Para einen Hate-Speech-Filter für ihre Social Media Kanäle zur Verfügung, der es gleichzeitig ermöglicht die Absender der Hassnachrichten zu identifizieren.  

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) kooperiert mit den Sporttechnologie-Unternehmen Sportradar und Arwen AI, um Athlet*innen des Team D und des Team D Para während der Olympischen und Paralympischen Spiele bestmöglich vor Hate Speech auf den Social Media Kanälen zu schützen. Dabei werden bis zu 25  auf KI basierte Filter eingesetzt, die unter anderem Hasskommentare in Echtzeit herausfiltern und blockieren. 

„Hass und Hetze im Netz sind ein Problem, dass es schon seit Jahren gibt, das aber in den vergangenen Monaten einen immer größeren Raum einnimmt. Man liest immer wieder von Athletinnen und Athleten, die sich auf Social Media mit schlimmsten Anfeindungen und Beschimpfungen konfrontiert sehen. Das wollen wir nicht länger dulden, daher sind wir auch eine Kooperation mit der Generalstaatsanwaltschaft Hessen eingegangen. Die Kooperation mit Sportradar und Arwen AI bildet nun den zweiten Baustein unserer Maßnahmen: damit schützen wir die Athletinnen und Athleten des Team D ganz konkret vor Hass und Hetze im Netz und tragen so auch zu ihrer mentalen Gesundheit bei“, erklärt DOSB-Präsident Thomas Weikert. 

„Das ist eine wirklich sinnvolle Maßnahme und ich bin überzeugt, dass viele Athlet*innen des Team D und des Team D Para dieses Angebot nutzen werden. Wer schon einmal persönlich von solchen Hasskommentaren betroffen war, kann nachvollziehen, welche Auswirkungen das gerade auch auf die mentale Gesundheit haben kann. Dass der DOSB nun diese Maßnahme ergreift, begrüßen wir als Athletenkommission sehr“, sagt Karla Borger, Vorsitzende der DOSB-Athletenkommission. 

Andreas Krannich, Sportradar’s Executive Vice President Integrity, Rights Protection and Regulatory Services betont: „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem DOSB, wie auch den Athletinnen und Athleten des Team D und des Team D Para. Technologie ermöglicht es uns Athletinnen und Athleten effektiver als je zuvor vor Hass im Netz zu schützen. Sie unterstützt Sportradar zudem, die Absender hinter den Hasskommentaren zu identifizieren. Die hier eingesetzte KI und die Partnerschaft mit Arwen AI filtert Hass-Kommentare, blendet diese auf den Social-Media Kanälen der Athletinnen und Athleten in real-time aus und speichert sie gleichzeitig für weitergehende Ermittlungen.“

Der Hate-Speech-Filter wird den Athlet*innen des Team D und des Team D Para von Anfang Juli bis Ende September zur Verfügung gestellt, die Nutzung erfolgt auf freiwilliger Basis. Das KI-basierte Online-Moderations-Tool erkennt Hasskommentare auf Grundlage  definierter Algorithmen und filtert diese in Echtzeit heraus, so dass sie nicht auf den Kanälen der Athlet*innen zu sehen sind. Die Kommentare werden jedoch gespeichert und können an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben werden, wenn es sich um justiziable Inhalte handelt. 

Am 13. Mai hatten DOSB, DFB und DFL verkündet, dass sie eng mit den Strafverfolgungsbehörden kooperieren,  wenn gewalttätige, rassistische oder diskriminierende Sprache auf ihren Kanälen verwendet wird. DOSB, DFB und die DFL arbeiten inzwischen mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main zusammen, die den Kontakt zu den Partnerdienststellen in den Bundesländern hält. 

Zudem begrüßen DOSB, DFB und DFL, dass die Justizministerkonferenz der Länder (JuMiKo) die Initiative des Sports aufgegriffen haben, die Strafverfolgung solcher Personen zu erleichtern, die für Deutschland antretende Athlet*innen im Netz angreifen. Bislang können beispielsweise Beleidigungen und Verleumdungen nur verfolgt werden, wenn der oder die Athlet*in für jeden Kommentar einen schriftlichen Strafantrag stellt. Die JuMiKo hat das Bundesjustizministerium gebeten zur prüfen, Beleidigungen mit rassistischem, antisemitischem oder menschenverachtendem Inhalt auch ohne Vorliegen eines Strafantrags der Betroffenen für die Justiz verfolgbar zu machen. 

(Quelle: DOSB)

Bundespräsident verabschiedet Team D

16 Tage vor dem Start der Olympischen Spiele Paris 2024 hat der Bundespräsident und Schirmherr des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Frank-Walter Steinmeier am gestrigen Abend, 10. Juli, in einem digitalen Call die Athlet*innen des Team Deutschland offiziell verabschiedet.

Der Bundespräsident gab den Athlet*innen seine Glückwünsche mit auf den Weg: „Ich freue mich mit mehr als 80 Millionen Deutschen auf den Beginn der Olympischen Spiele in Paris. Ich wünsche allen unseren Athletinnen und Athleten vor allem, dass sie verletzungsfrei in die Spiele kommen und dass Ihnen das gelingt, was Sie sich vorgenommen haben.“

Delegationsleiter des Team D und DOSB-Präsident Thomas Weikert fügte hinzu: „Herzlichen Dank an unseren Bundespräsidenten für diese Anerkennung und Wertschätzung des gesamten Team Deutschland. Mit den Olympischen Spielen Paris 2024 wartet das nächste Highlight dieses Sportsommers auf uns. Die Athlet*innen des Team D werden maßgeblich dazu beitragen, die Begeisterung für die Vielfalt des Sports bei Millionen von Menschen zu wecken. Olympische Spiele vor der eigenen Haustür sind etwas Einzigartiges und ganz Besonderes. Die Vorfreude im Team D ist längst entfacht.“

Das Team Deutschland für die Olympischen Spiele Paris 2024 umfasst 426 Athlet*innen (sowie 44 Ersatzathlet*innen), die in 40 Sportarten antreten werden. Die Eröffnungsfeier findet am 26. Juli statt. Die ersten Wettkämpfe in Paris starten bereits am 24 Juli.

(Quelle: DOSB)

Anklam steht Kopf

Ein schöner Morgen, eine großzügige Sportanlage und überall spürbare Begeisterung für das Deutsche Sportabzeichen – schöner hätte sich das Organisationsteam vom Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern, dem Kreissportbund Vorpommern-Greifswald und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die Kulisse für den sechsten Tourstopp der Sportabzeichen-Tour 2024 nicht wünschen können.

Genauso viel Spaß wie die rund 2.800 Kinder und Jugendlichen aus 15 Schulen und zwei Kitas am Vormittag hatten die drei Spitzensportler, die mit der Sportabzeichen-Tour nach Anklam gekommen waren: Der 16-fache Paralympics-Sieger im alpinen Skisport Gerd Schönfelder war als Sportbotschafter der Sparkassen-Finanzgruppe dabei. Begleitet wurde er von Frank Stäbler, dreifacher Weltmeister und Weltrekordinhaber im Ringen als Sportbotschafter von Ernsting’s family und Frank Busemann, dem Olympiazweiten im Zehnkampf von Atlanta 1996, der für kinder Joy of Moving als Sportbotschafter nach Anklam gekommen war. Die drei Unternehmen bilden den Kreis der Nationalen Förderer des Deutschen Sportabzeichens.

Bei der offiziellen Eröffnung um 8.45 Uhr sagte Michael Galander, der Bürgermeister von Anklam: „Ich freue mich ganz besonders, diese Veranstaltung heute miterleben zu können. Wir sind eine sehr sportbegeisterte Stadt mit vielen eingetragenen Sportvereinen; aber so eine große Veranstaltung zu stemmen, da gehört eine ganze Menge Engagement dazu. Meinen Dank an das hervorragende Organisationsteam und die vielen freiwilligen Helfer - Ihr könnt sehr stolz sein.”

Michaela Röhrbein, DOSB-Vorstand für Sportentwicklung, war bereits um 3.00 Uhr auf den Beinen, um rechtzeitig in Anklam zu sein: „Ich mache das, weil es so viel Freude macht und Kraft gibt, hier mit über 2.800 Kindern, die alle darauf brennen, endlich loslegen zu können, im Stadion zu sein. Und natürlich, um unserer Wertschätzung Ausdruck zu verleihen: gegenüber den Vereinen, dem Kreis- und dem Landessportbund und dafür, dass hier in Anklam so viele weitere Organisationen wie das Jugendamt, die Feuerwehr oder der Rotary Club mithelfen. Das finde ich sehr beeindruckend”.

Zur Entwicklung des Deutschen Sportabzeichens sagte sie: 2Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 556.000 Sportabzeichen abgelegt - ich bin davon überzeugt, dass wir in 2024 die 600.000er-Marke knacken. Bei einer anderen Gelegenheit habe ich die Zielmarke von einer Million Sportabzeichen im Jahr ausgegeben; und wenn man diese Veranstaltung heute erlebt, bin ich sicher, dass wir dorthin kommen.”

Andreas Bluhm, der Präsident des LSB Mecklenburg-Vorpommern, freute sich darüber, „… heute, 16 Tage vor den Olympischen Spielen, ein solch wundervolles Bild hier in der Hansestadt Anklam zu sehen. Ein riesengroßes Dankeschön: Ganz, ganz viele Menschen haben das alles für Euch heute vorbereitet - jetzt müsst Ihr nur noch Sport machen und Spaß haben.

Sport frei!

Die drei Sportbotschafter der Nationalen Förderer fingen dann auch direkt nach der offiziellen Eröffnung und dem gemeinsamen Warm up um 9.00 Uhr damit an, die Kinder und Jugendlichen bei ihren Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen anzufeuern und zu coachen.

Unterstützt wurden sie dabei von drei erfolgreichen Sportlerinnen aus der Region: Ramona Brussig, Judoka-Para Sportlerin und zweifache Paralympics-Siegerin, Maria Hinz, zweifache Weltmeisterin im Bankdrücken und die Para Leichtathletin Lindy Ave, Siegerin bei den Paralympics in Tokio 2020 über 400 Meter, waren ebenfalls in Anklam am Start.

Was kann Lindy Ave den Schüler*innen als Erfolgstipp mit auf den Weg geben? „Bleibt immer dran. Verfolgt Euer Ziel und vor allem: Lasst Euch nicht einreden, Ihr könnt irgendetwas nicht.”

Warum es eine gute Idee ist, sich auf das Deutsche Sportabzeichen vorzubereiten, erklärt Frank Busemann: „Es macht schon ausgesprochen Sinn, für das Deutsche Sportabzeichen zu trainieren. Die Muskulatur muss vorbereitet, die Bewegungsabläufe sollten ein bisschen einstudiert werden. Und wenn man aus der kalten Hose sofort zur großen Prüfung antritt, dann klappt das in den seltensten Fällen. Also vorher trainieren und dann mit einem guten Gewissen und Gefühl das Sportabzeichen angehen.”

Frank Stäbler ergänzt: „Du musst nicht Weltmeister sein, um anzufangen, aber du musst irgendwann mal anfangen, um Weltmeister werden zu können. Und unabhängig davon geht es auch einfach um ganz viel Spaß und Emotion. Das Deutsche Sportabzeichen ist so vielseitig und es gibt so viele Disziplinen, dass früher oder später jeder etwas findet, was ihm richtig gut liegt und ihm richtig Spaß macht.”

Ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Highlights

Dass Frank Stäbler tatsächlich etwas gefunden hat, was ihm richtig gut liegt, konnte er um 10.30 Uhr bei einer Vorführung seiner Sportart unter Beweis stellen, während der er sich von einigen Mutigen auf die Ringermatte legen ließ: „Beim ältesten Sport der Welt ist es wichtig zu verstehen, dass es nicht um Kraft geht, sondern dass die beste Technik zählt.“

Doch zuvor stand das erste Highlight des Tages auf dem Programm: der inzwischen schon traditionelle Gummistiefel-Weitwurf. Den Wanderpokal, der „Goldenen Gummistiefel“, sicherte sich für heute - unter insgesamt 19 Teilnehmer*innen - Tagessieger Frank Busemann mit einer Reichweite von 34,60 Meter, womit er seinen eigenen bisherigen Rekord um gleich 1,30 Meter übertraf - und die Chance deutlich verbesserte, den “Goldenen Gummistiefel” am Ende des Jahres als Toursieger dauerhaft seiner Trophäensammlung hinzufügen zu können.

Um 11.30 Uhr ging es zur Autogrammstunde mit den Sportbotschaftern der Nationalen Förderer sowie Lindy Ave und Maria Hinz. Sie wurden von den Schüler*innen regelrecht belagert - aber alle bekamen ein persönliches Autogramm.

Auch auf der Bühne war am Vormittag allerhand geboten: Vorführungen des Ueckermünder Turnvereins und des Fitness- und Tanzvereins „be free” aus Eggesin zogen viele begeisterte Zuschauer*innen an.

Nach einer kurzen wetterbedingten Unterbrechung hatten dann ab 14.30 Uhr alle Menschen mit und ohne Behinderung, die neugierig auf das Deutsche Sportabzeichen waren, die Möglichkeit, die verschiedenen Disziplinen kostenfrei zu testen oder gleich abzulegen.

Nach einem tollen Sporttag in Anklam verabschiedet sich die Sportabzeichen-Tour zunächst in eine Sommerpause. Der nächste Tourstopp wird dann am 27. August auf der Nordseeinsel Langeoog sein.

(Quelle: DOSB)

Unsere Geschäftsstelle

ETuS Rheine 1928 e.V.
Lindenstr. 43
48431 Rheine

 05971-12053
info@etus-rheine.de

 

Öffnungszeiten

Montag: von 17:00 - 18:30 Uhr
Donnerstag: von 09:00 – 11:30 Uhr

Außerhalb dieser Öffnungszeiten erreichen Sie uns für Anfragen oder Kursanmeldungen per Mail unter info@etus-rheine.de.