Sportdeutschland-News
Fahrradfahren für mehr Unabhängigkeit
Das ehrenamtliche und freiwillige Engagement bildet das Fundament des Vereinssports in Deutschland. Ohne die Millionen Engagierten wären die vielfältigen Angebote im Freizeit-, Gesundheits- und Wettkampfsport nicht denkbar. Mit unserem Format „Engagement der Woche“ stellen wir regelmäßig Menschen und Vereine vor, die diese tragende Säule des Sports sichtbar machen und dafür von den Sternen des Sports ausgezeichnet wurden. In dieser Woche präsentieren wir den Verein „Move and Meet“ aus Münster.
Selbständigkeit, Flexibilität und Teilhabe
„Viele Frauen, die zu uns kommen, hatten bisher keine Möglichkeit, Fahrradfahren zu lernen. Dabei bedeutet es für die meisten im Alltag: Selbstständigkeit, Flexibilität und Teilhabe.“ So beschreibt Laura Verweyen die Bedeutung des Projekts „Bike and Meet“ des Münsteraner Vereins Move and Meet e.V..
Für viele Menschen ist Fahrradfahren selbstverständlich. Für andere hingegen ist es ein unerfüllter Wunsch oft verbunden mit Angst vor Stürzen und dem Straßenverkehr, fehlenden Möglichkeiten oder strukturellen Hürden. Genau hier setzt das Angebot des Sport- und Bildungsvereins an: Gemeinsam mit anderen Frauen in einem geschützten Raum lernen, sich auf dem Fahrrad sicher zu bewegen.
Ein eigenes Fahrrad ist für eine Kursteilnahme nicht nötig. Fahrräder und Helme stehen für die Kurse bereit und geschulten Trainerinnen begleiten die Teilnehmerinnen vom Gleichgewichtstraining bis zum sicheren Verhalten im Straßenverkehr. „Einige Frauen haben schon erste Erfahrungen mit dem Rad gemacht, sind aber durch Stürze oder langen Pausen verunsichert“, erklärt Verweyen. „Als Kurseinstieg beginnen wir deshalb mit Gleichgewichtstraining, dann geht es an das Bremsen, Anfahren, Kurvenfahren und den Schulterblick. Später kommt die Straßenverkehrsordnung dazu. Am Ende der 8 bis 10-wöchigen Kurse bieten wir auch noch Reparaturworkshops an.“
Sport und Bewegung: Unverzichtbare Säulen der Gesundheit
In einer Zeit, in der Bewegungsmangel zunehmend zu gesundheitlichen Problemen führt, unterstreicht der DOSB die wichtige Rolle regelmäßiger körperlicher Aktivität als Grundlage für ein gesundes und aktives Leben. Der organisierte Sport bietet mit seinen breiten- und gesundheitssportlichen Angeboten in seinen rund 86.000 Vereinen weit mehr als Freizeitbeschäftigungen – sie sind essenziell für körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden.
Bewegung als Schlüssel zur Prävention
Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt das Herz-Kreislauf-System, verbessert die Muskulatur und fördert die Beweglichkeit. Gleichzeitig reduziert sie das Risiko für zahlreiche Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 oder Rückenbeschwerden. Auch auf die Psyche hat Bewegung eine nachweislich positive Wirkung: Stress wird abgebaut, die Stimmung verbessert sich, und das allgemeine Wohlbefinden steigt. Gerade in einer zunehmend sitzenden Gesellschaft wird es immer wichtiger, gezielt für Ausgleich zu sorgen. Schon moderate Bewegung – wie zügiges Gehen, Radfahren oder gezielte Gymnastik – kann einen großen Unterschied machen.
Qualitätsgeprüfte Angebote
Insbesondere Kurse, die mit dem Siegel SPORT PRO GESUNDHEIT ausgezeichnet sind, bringen Transparenz und Verlässlichkeit für die Teilnehmenden. Dieses Qualitätssiegel steht für geprüfte Präventionsangebote, die gezielt auf die nachhaltige Förderung der Gesundheit ausgerichtet sind. Kurse mit diesem Siegel zeichnen sich durch mehrere wichtige Merkmale aus:
- Wissenschaftlich fundierte Inhalte: Die Programme basieren auf aktuellen sportwissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen.
- Qualifizierte Kursleitungen: Die Übungsleitungen verfügen über spezielle Ausbildungen im Gesundheitssport.
- Zielgerichtete Prävention: Die Kurse sind darauf ausgelegt, gesundheitliche Ressourcen zu stärken.
- Individuelle Anpassung: Teilnehmende werden entsprechend ihrer persönlichen Voraussetzungen zielgruppenspezifisch betreut.
Fair Play Preise des Deutschen Sports 2025 an Tabea Frohn und Julian Köster
Stifter des jährlich vergebenen Fair Play Preises des Deutschen Sports sind der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS). Sie ehren Personen und Initiativen, die Respekt, Freundschaft oder Solidarität auf und neben dem Platz vorleben – und sich durch ihr Engagement für eine inklusive Sportkultur auszeichnen.
Tabea Frohn: Eine faire und menschliche Geste
Die Breitensportlerin ordnete ihren Erfolg während eines Triathlons unter, um einer kollabierten Freundin zu helfen – und kam als eine der Letzten ins Ziel.
„Diese Geste ist gleichermaßen fair und menschlich. Sie erinnert uns auch an den letztjährigen Hauptpreisträger Noah Steinert, der bei einem Grundschulwettbewerb einem verletzten Freund zur Seite stand“, sagt Prof. Dr. Manfred Lämmer, Vorsitzender der Jury und Vorstandsmitglied der Deutschen Olympischen Akademie (DOA). „Dass – wie sich im Nachhinein herausstellte – die betroffene Athletin im Wettkampf einen Herzinfarkt erlitt, macht das Handeln von Tabea Frohn umso wertvoller.“



