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Sportdeutschland-News

Wiedersehenstreffen 50 Jahre nach Olympia

Bob, Fechten, Reiten, Rodeln, Rudern, Schwimmen, Ski, Turnen – die Liste der von den eingeladenen Athlet*innen ausgeübten Sportarten könnte noch lange weitergehen. Doch für die über 100 Gäste und ihre Begleitungen zählten am Freitag, dem 24. Juli, vor allem die Geschichten, die sich nach ihrer sportlichen Karriere und nach dem Moment, wo sich ihre Wege voneinander trennten, ereigneten. „Die Lebenswege könnten unterschiedlicher kaum sein“, berichtete Norbert Hahn, ehemaliger Rennrodler, Olympiasieger von 1976 und 1980 sowie von 1990 bis 2018 deutscher Bundestrainer, im Gespräch. „Während einige von uns, wie auch ich, das Glück hatten, als Trainer im Sport bleiben zu dürfen, mussten andere beruflich ganz von vorne anfangen.“ Die Lebenswege haben sich dabei auch nicht nur sinnbildlich, sondern auch geographisch voneinander getrennt. Die weiteste Anreise hatten wohl die Gäste aus Philadelphia. Umso größer war die Freude über das Wiedersehen nach 50 Jahren. Auch Norbert Hahn freute sich, „all die alten Gesichter wiederzusehen.“ 

Der Rahmen der Finals, die dieses Jahr auch als Mini-Olympia bezeichnet wurden, könnte dabei kaum passender gewesen sein. Die erfolgreichsten Athlet*innen einer ganzen Generation kamen bei einer der größten und prestigeträchtigsten deutschen Sportveranstaltung des Jahres nach langer Zeit wieder zusammen und bejubelten dabei eine neue Generation deutscher Top-Athlet*innen. Die Finals brachten genau jene Emotionen zurück, die auch die geladenen Gäste vor 50 Jahren angetrieben hatten, Höchstleistungen zu erbringen.

Ab jetzt heißt es voller Fokus auf LA28

Drei Tage mit Touren durch die Venues, Präsentationen und One-on-One-Meetings boten auch uns die Möglichkeit, uns intensiv mit LA28 auseinanderzusetzen und in unsere Planungen des Projekts so richtig einzusteigen und Los Angeles kennenzulernen. 

Beeindruckende Sportstätten 

Ein klassisches Element eines jeden World Press Briefings ist die sogenannte Venue Tour, bei der ausgewählte Sportstätten besichtigt werden können. Los Angeles hat davon besonders beeindruckende Exemplare zu bieten: das historische Los Angeles Memorial Coliseum, in dem man die Geschichte der Olympischen Spiele von 1932 und 1984 förmlich einatmen kann. Das 2028 Stadium (aka Sofi Stadium), in dem aktuell die NFL-Teams der LA Rams und LA Chargers spielen und 2028 die Eröffnungsfeier sowie die Schwimmwettbewerbe stattfinden werden. Oder der 2024 eröffnete hypermoderne Intuit Dome, Heimat der LA Clippers und 2028 Austragungsort der Basketballwettbewerbe. 

In Venice Beach, Santa Monica und Long Beach werden in zwei Jahren insbesondere temporäre Sportstätten vor unvergleichlichen Backdrops entstehen. Die Triathlet*innen werden gleich neben dem Muscle Beach in Venice um die Medaillen kämpfen, die Beachvolleyballer*innen werden am Alamo Beach in Long Beach aufschlagen. Vor allem an diesen Orten ist das LA-Feeling zu spüren, das man erwartet. 

Unterkünfte und Verkehr 

Aus Mediensicht stehen bei solchen Planungs-Meetings vor allem zwei Fragen im Mittelpunkt: wo können wir unsere Teams unterbringen und wie kommen sie von dort zu den Sportstätten? In LA28 wird es seit längerer Zeit wieder ein Mediendorf geben: auf dem Campus der University of Southern California (USC) stehen knapp 600 Betten zur Verfügung. Daneben werden seitens des OCOG weitere Zimmer in Hotels zu festgelegten Preisen angeboten, um die insgesamt 6.000 Presse-Vertreter*innen (TV-Rechteinhaber nicht eingerechnet) unterbringen zu können. Der Vorteil der Buchung eines vom OCOG angebotenen Hotels ist der Anschluss an das Transport-Netzwerk für die Medien. Dieses verbindet die offiziellen Unterkünfte mit Transport-Hubs von denen man dann an die Venues kommt. 

In LA, wie auch schon in Paris, werden Journalist*innen neben dem offiziellen Medien-Transport auch die Metro nutzen können. Ein Selbsttest in der vergangenen Woche hat gezeigt, dass die Metro für bestimmte Strecken durchaus eine Alternative darstellen kann.  Von Downtown LA nach Santa Monica benötigt man etwa eine Stunde, ebenso von Downtown nach Long Beach. Bis 2028 soll die Linie D in den Westen der Stadt noch ausgebaut werden, so dass auch die University of California LA (UCLA) und somit das Olympische Dorf angebunden sein wird.  

Die Entfernungen und Reisezeiten zwischen den einzelnen Clustern sind nicht zu unterschätzen. Wenn man mehrere Sportarten an einem Tag besuchen möchte, sollte man sich solche aussuchen, die in einem Cluster liegen. Dass der Verkehr in LA herausfordernd ist, ist kein Geheimnis. Jedoch war er das auch im Vorfeld der Spiele in Paris, London oder Rio. Am Ende ist man dann meist besser durchgekommen, als vorher befürchtet.  

Fazit 

Nach sechs Tagen in Los Angeles bin ich mehr denn je überzeugt: die Spiele von LA28 werden für die Athlet*innen die größt- und bestmögliche Bühne bieten, die sie sich wünschen können. Die kommenden zwei Jahre wird das Organisationskomitee dafür nutzen, genau das zu verwirklichen und allen, die an den Spielen teilnehmen werden, unvergessliche Momente zu bescheren, die für immer bleiben werden.  

DOSB dankt Dr. Christiane Schenderlein für die Zusammenarbeit

Die Abberufung von Dr. Christiane Schenderlein als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt zum gegenwärtigen Zeitpunkt kommt für den Deutschen Olympische Sportbund (DOSB) unerwartet.

Der DOSB dankt Frau Dr. Schenderlein für die gute und angenehme Zusammenarbeit trotz teils unterschiedlicher Interessen in den vergangenen 14 Monaten. Sie hat entscheidende Maßnahmen für den Sport in Deutschland auf den Weg gebracht und umgesetzt. Bei zentralen, sportpolitischen Vorhaben wie dem Sportfördergesetz, dem Zentrum für Safe Sport, der Sportmilliarde und der Olympiabewerbung sind wichtige Meilensteine für den Sport erreicht worden. Dabei war die Staatsministerin stets für den konstruktiven Austausch mit dem organisierten Sport offen. 

Für ihre weiteren Aufgaben als Staatssekretärin im Gesundheitsministerium wünscht der DOSB Frau Dr. Schenderlein alles Gute und viel Erfolg. Durch die enge Verknüpfung der Themen Sport und Gesundheit baut der DOSB darauf, auch in Zukunft mit Frau Dr. Schenderlein, im Sinne einer gesünderen Bevölkerung, eng zusammenarbeiten zu können.

Angesichts weiterer richtungsweisender Entscheidungen für den Sport, insbesondere bei der Olympiabewerbung, muss so schnell wie möglich die Neubesetzung dieser für den Sport zentralen Position in der Bundesregierung erfolgen.

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