Lindenstr. 43 - 48431 Rheine - Tel: 05971-12053 - Fax: 05971-12053 - E-Mail schreiben

Sportdeutschland-News

Diese Events finden 2026 am Sportstandort Deutschland statt

Die Augen sportbegeisterter Fans in Deutschland sind 2026 oft ins Ausland gerichtet. Die bevorstehenden Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Italien (6. bis 22. Februar), die Fußballweltmeisterschaft der Männer in Nord- und Mittelamerika (11. Juni bis 19. Juli) oder die Handball-EM der Frauen in Osteuropa (3. bis 20. Dezember) rücken internationale Austragungsorte stark in den Fokus. Wer internationalen Spitzensport live erleben möchte, muss dafür aber nicht zwingend weit reisen, denn: Deutschland ist auch 2026 wieder gefragter Gastgeber zahlreicher Sportgroßveranstaltungen und Topevents aus olympischen und nicht-olympischen Sportarten.

Damit auch ihr jetzt schon euer Sportjahr 2026 im eigenen Land planen könnt, haben wir eine Liste von Events zusammengestellt, die im Laufe des Jahres in Deutschland stattfinden. Sie zeigt, wie vielfältig der Sportkalender hierzulande ist - vom Wintersport über nationale und internationale Turniere bis hin zu Welt- und Europameisterschaften.

Internationale Sportveranstaltungen und Topevents aus olympischen und nicht-olympischen Sportarten, die 2026 in Deutschland stattfinden

Die Neuheiten bei den Olympischen Winterspielen 2026

Wie auch schon zu den Olympischen Spielen in Paris gibt es zu den Winterspielen in Mailand Cortina wieder einige Neuerungen. 

Hier eine Übersicht.

Ein Debüt, viele Neuheiten 

Skibergsteigen, kurz Skimo (Skimountaineering), feiert im italienischen Bormio sein olympisches Debüt. Pro Nation dürfen je zwei Frauen und Männer im Sprint und in der Mixed-Staffel starten, wo kurze, anspruchsvolle Kurse mit Aufstieg, Abfahrt und Tragepassagen bewältigt werden. 

Neben diesem Debüt wurden neue Events in das Programm aufgenommen.

Die Rennrodlerinnen bekommen in Cortina d'Ampezzo einen Doppelsitzer-Wettkampf. Dieser war bereits bei den Männern etabliert und ergänzt das bestehende Programm von Einsitzer und Team-Staffel. Das Skeleton bekommt ebenfalls Zuwachs. Wie auch das Rennrodeln findet es im neuen Sliding Centre in Cortina statt und wird ergänzt durch eine Mixed-Staffel. 

Im Skispringen werden die Disziplinen der Frauen durch Medaillenkämpfe auf der Großschanze vervollständigt. Bisher bestand deren Wettkampfprogramm nur aus dem Springen von der Normalschanze und dem Mixed-Team-Springen. Im Freestyle-Ski sind die Parallel-Wettbewerbe für Männer und Frauen erstmals dabei. Die sogenannten Dual Moguls werden in Livigno für große Showeinlagen sorgen und ergänzen das breite Programm von nun 15 Wettbewerben. 

Die neue, nach Geschlechtern getrennte Team-Kombination feiert im alpinen Skisport ihre Premiere. Sie ersetzt Parallel-Team-Event und die Einzel-Kombinationsrennen und besteht aus Abfahrt und Slalom. Diese werden jeweils von zwei Athlet*innen eines Teams bestritten. Der Mannschaftswettbewerb in der Nordischen Kombination wird durch einen Teamsprint mit zwei Starter*innen ersetzt, bestehend aus einem Sprungwettbewerb und einer Langlaufstaffel. Abschließend gibt es im Skilanglauf eine Angleichung der Renndistanzen. Demnach gelten bei den Wettkämpfen im Val di Fiemme die gleichen Distanzen für Männer und Frauen.

Die geschlechtergerechtesten Winterspiele

Dank der Einführung neuer Mixed- und Frauen-Events werden die Olympischen Winterspiele 2026 die bisher geschlechtergerechtesten Winterspiele sein, mit einem Frauenanteil von 47 Prozent (im Vergleich zu 45,4 Prozent bei den Winterspielen 2022 in Peking).

„Die Olympiabewerbung ist ein Gewinnerthema geworden“

Thomas Arnold ist am Hauptsitz des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) an der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise der Dinosaurier. Seit er 1994 als persönlicher Referent des damaligen Präsidenten Walther Tröger in das Nationale Olympische Komitee (NOK) einscherte, arbeitet der 58-Jährige für den deutschen Sport. Der Rheinländer, geboren in Bonn, erlebte die Fusion von NOK und Deutschem Sportbund (DSB) zum DOSB im Mai 2006 als Abteilungsleiter Finanzen des NOK, wurde danach Direktor für Finanzen und ist seit 2014 Vorstand Finanzen. Zum Start unserer Serie „20 Jahre DOSB“, in der wir bis zum Tag des 20-jährigen Bestehens am 20. Mai jede Woche ein Thema aus der DOSB-Historie beleuchten, spricht Thomas Arnold über seine Erinnerungen an die vergangenen 20 Jahre. 

DOSB: Thomas, du bist in der DOSB-Spitze aus Präsidium und Vorstand der Einzige, der bei der Gründung des DOSB schon im Amt war. Wie erinnerst du dich an den Tag der Fusion zurück?

Thomas Arnold: Es war eine sehr besondere Stimmung, die auch etwas von einem Neuanfang hatte. Im DSB und im NOK gab es viele Mitarbeitende, die befreundet waren, wir haben miteinander Fußball gespielt und sind auch mal gemeinsam in der Kneipe gewesen. Zwischen den Gremien war die Stimmung nicht immer so harmonisch, es gab neben dem Bedürfnis voranzumarschieren auch ein gewisses Misstrauen auf allen Seiten. Ein erster Versuch einer Fusion war gescheitert, aber 2006 war auf beiden Seiten die Überzeugung gegeben, dass man auf Augenhöhe zueinanderfinden konnte. Ich war damals Abteilungsleiter Finanzen im NOK und hatte ebenfalls das Gefühl, dass die Gelegenheit günstig war. Ich glaube, dass es geholfen hat, dass Thomas Bach als „weißer Ritter“ kam und die erste Präsidentschaft im neu gegründeten DOSB übernahm, so dass es nicht einer der Präsidenten der beiden Vorgängerorganisationen machen musste. Ich bin dann in der neuen Organisation zum Direktor für Finanzen ernannt worden.

Worin hast du damals in der Fusion die größte Schwierigkeit gesehen, und worin die größte Chance?

Für den neuen DOSB war die größte Schwierigkeit das Zusammenbringen der Gremien. Die Steuerung des Leistungssports lag beim DSB, das NOK hat sich um die internationalen Verbindungen und das Games Management gekümmert. Wir waren dort damals nur rund 20 Leute. Das alles neu zu organisieren und fair zu verteilen, ohne dass sich jemand benachteiligt fühlen musste, war nicht einfach, hat aber überwiegend gut funktioniert. Die größte Chance war ganz eindeutig, dass der Sport endlich mit einer einheitlichen Stimme sprechen konnte.

Warum war die Fusion damals richtig oder falsch?

Sie war richtig, weil es unnötig war, zwei übergeordnete Dachorganisationen zu haben. Es gab in allen Ländern ein NOK, aber nur in wenigen eine zweite Organisation. Wirtschaftlich konnte durch die Fusion der Fortbestand vieler Aufgaben gesichert werden. Natürlich mussten wir uns in der wirtschaftlich angespannten Lage auch von Mitarbeitenden trennen. Aber es sind keine Kompetenzen weggefallen, wir haben es so sozialverträglich wie möglich umgesetzt und konnten durch die Zusammenlegung auch wichtige Synergien schaffen.

Welche Fragen oder Herausforderungen standen vor 2006 im Mittelpunkt deiner persönlichen Arbeit, und wie haben sich diese über die vergangenen 20 Jahre verändert?

Ich habe bereits als Abteilungsleiter Finanzen im NOK wirtschaftliche Krisen überstehen müssen, und die größte Herausforderung für mich war nach der Fusion zunächst die wirtschaftliche Gesundung und das Zusammenführen der beiden Geschäftsstellen. Ich wusste um die finanzielle Lage des DSB, schon im ersten Monat musste rund eine Million Euro eingespart werden. Auch danach musste ich einige Male durch wirtschaftliche Talsohlen. Mein Gefühl ist, dass über die Jahre die Arbeit politischer geworden ist. Wir brauchen etwas mehr Rationalität im Sport. Verändert hat sich außerdem die Umlaufgeschwindigkeit. Die Arbeitsintensität ist doppelt so hoch, obwohl sich die Technik enorm verbessert hat. Als ich 1994 als persönlicher Referent von NOK-Präsident Walther Tröger begann, waren Mobiltelefone und das Internet noch kein Thema…

Was sind die Vorteile daran, so viel Erfahrung im Job zu haben wie du, und wo lauern vielleicht auch Gefahren darin?

Der Vorteil liegt darin, dass man sehr viele Hintergrundinformationen hat, die einen die Vorgänge viel leichter beurteilen lassen. Dazu kommt, dass ich mir über die Jahre ein großes Netzwerk flechten konnte, von dem ich in vielen Situationen profitiere. Die Gefahren? Einerseits sehe ich das Problem, dass man betriebsblind werden kann. Da versuche ich bewusst gegenzusteuern. Andererseits kann eine so lange Zugehörigkeit zu einem Unternehmen oder einer Organisation bewirken, dass man Neuem zu kritisch gegenüberstehen könnte. Man muss aber mutig weitergehen und Chancen ergreifen. Ich bin zum Beispiel ein großer Freund von technischen Neuerungen wie jetzt die KI. Ich habe mich immer dafür eingesetzt, neue Dinge zu wagen. Zum Beispiel wollten wir in der Zeit, in der StudiVZ als Onlineplattform modern war, gemeinsam mit der Holtzbrinck-Gruppe ein SportVZ machen. Wir haben dann Splink gegründet, waren damit aber zu früh dran, das hat nicht funktioniert. Besser lief es bei sportdeutschland.tv, eine Streamingplattform, die dafür sorgt, dass auch die ganze Vielfalt des Sports ins Bewegtbild kommt. Wir sind im Sport in unseren ehrenamtlichen Strukturen manchmal etwas träge, aber wir müssen uns immer weiterentwickeln.

Was ist die wichtigste Eigenschaft, die es braucht, um so lange auf demselben Posten auszuharren?

Neben der notwendigen Expertise für das Fachgebiet vor allem Resilienz. Man braucht ein dickes Fell und große Begeisterung für die Sache. Im Sport ist es ja zudem das Besondere, dass wir alle eine intrinsische Motivation für das haben, für das wir arbeiten. Das ist ein Privileg. Gemeinschaft im positiven Sinn ist das Wichtigste, was wir in unserer Gesellschaft brauchen. Und was man im Sport dahingehend erlebt, ist unbezahlbar. Das hat mein Leben stark geprägt.

Welche drei Ereignisse aus den ersten 20 Jahren DOSB waren für dich die prägendsten und warum?

Als erstes das Zusammenwachsen der beiden Geschäftsstellen. Dann die Olympiabewerbungen. Leipzigs Scheitern für die Sommerspiele 2012 fiel noch in meine Zeit im NOK, aber danach gab es ja mit dem negativen Hamburger Referendum 2015 und den vergeblichen Anläufen Münchens für Winterspiele bittere Enttäuschungen. Umso hoffnungsvoller bin ich nun für unsere anstehende Bewerbung um die Sommerspiele für 2036, 2040 oder 2044. Am prägendsten aber war die Bewältigung der Coronakrise.

Was hast du daran als besonders einschneidend erlebt?

Im Jahr 2020 liefen alle Vermarktungsverträge aus. Dann kam im März Corona. Ich habe viele Nächte nicht geschlafen, weil niemand wusste, wie es weitergehen würde. Würden die Spiele stattfinden? Würden Wirtschaftspartner abspringen? Was, wenn die Menschen nicht mehr Lotto spielen und uns damit eine weitere wichtige Geldquelle versiegen würde? Es gab so viele Unwägbarkeiten, ich hatte große Sorge, dass wir viele Mitarbeitende würden entlassen müssen. Das ganze Haus ist in Kurzarbeit gegangen, niemand wusste, wie lange wir noch Geld haben würden. Ich war mit einer Sondergenehmigung jeden Tag im Büro und traf dort auf nur ganz wenige Kolleginnen und Kollegen. Das war manchmal ziemlich verstörend, wir waren lange Zeit im Krisenmanagement. Wir haben zum Glück ein sehr hohes Engagement unserer Wirtschaftspartner erfahren, welches die Grundlage dafür war, dass wir die Krise gemeistert haben. Wenn Thomas Bach es als IOC-Präsident nicht geschafft hätte, die Spiele in Tokio mit einem Jahr Verspätung durchzuführen, wäre es für uns trotzdem sehr schwierig geworden. Dass im Rückblick die Jahre 2020 und 2021 die besten Lotto-Jahre waren, ist verrückt, aber natürlich nicht planbar. Aber in der Krise scheinen die Leute auf Glücksspiel zu setzen.

Geld ist eigentlich immer zu wenig da. Aber gab es neben der Coronakrise Zeiten, in denen du als Vorstand Finanzen ernsthaft um die Existenz des DOSB gezittert hast?

Ja, dies ist mehrfach in den 20 Jahren vorgekommen. Bei der Fusion angefangen, die Anschubfinanzierung vom Staat kam erst zwei Jahre später, da mussten wir durchaus zittern. Aber Corona war mit Abstand die schlimmste Krise.

Unsere Geschäftsstelle

ETuS Rheine 1928 e.V.
Lindenstr. 43
48431 Rheine

 05971-12053
info@etus-rheine.de

 

Öffnungszeiten

Montag: von 17:00 - 18:30 Uhr
Donnerstag: von 09:00 – 11:30 Uhr

Außerhalb dieser Öffnungszeiten erreichen Sie uns für Anfragen oder Kursanmeldungen per Mail unter info@etus-rheine.de.