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Sportdeutschland-News

Ab sofort bewerben für die „Sterne des Sports“ 2026

Ob in den wichtigen Bereichen Bildung und Qualifikation, Gesundheit und Prävention, Klimaschutz und Demokratieförderung oder in der täglichen Vereinsarbeit bei Themen wie Mitgliedergewinnung, Digitalisierung oder Ehrenamtsförderung: Gesucht werden Ideen und Projekte, die das Vereinsleben voranbringen und damit die wichtige Rolle der Sportvereine in unserer Gesellschaft stärken. Alles, was dazu beiträgt, hat die Chance auf eine Auszeichnung bei den „Sternen des Sports“. 

Von der lokalen Bronzeebene über die regionale Silber-Auszeichnung bis hin zur Bundesebene in Gold winken zahlreiche Preise. Der Gewinnerverein des „Großen Stern des Sports“ in Gold wird Anfang 2027 in Berlin geehrt und erhält ein Preisgeld von 10.000 Euro.

 

KI im Sportverein: Sechs praxisnahe Tipps

Sportvereine und -verbände stehen vor der Herausforderung ihre Strukturen zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Digitale Werkzeuge spielen dabei eine immer größer werdende Rolle. KI kann helfen, Arbeitsprozesse zu vereinfachen, Kommunikation zu verbessern und Engagierte oder Hauptberufliche gezielt zu entlasten, wenn sie verantwortungsvoll und zielgerichtet eingesetzt wird. 

Studien, Praxisbeispiele und Fachforen im organisierten Sport haben gezeigt, dass die KI sich besonders für Textarbeit, Kommunikation, einfache Auswertungen und administrative Prozesse eignet. Gleichzeitig braucht es klare Regeln, Schulung und einen verantwortungsvollen Umgang, insbesondere beim Schutz von Mitgliederdaten und persönlichen Informationen. Wir haben für euch mit Hilfe der KI selbst, fünf praxisnahe Tipps und Anregungen zusammengestellt.

„Nur in den Sonnenuntergang zu schauen, das wäre mir doch zu wenig“

Er sei eine „Humörbombe“, hat der frühere dänische Fußball-Nationalspieler Thomas Gravesen einst gesagt - und damit einen Kultbegriff geschaffen. Allerdings kannte der exzentrische Kicker, der in der Bundesliga für den Hamburger SV spielte, Folker Hellmund nicht, sonst hätte er sich maximal als „Humörböller“ bezeichnen dürfen. Denn der Mann, der seit 2009 das EOC-EU-Büro in Brüssel als Direktor leitet, ist in den wochentäglichen Morgenkonferenzen der Führungsebene des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) der Stimmungsgarant. Nun jedoch muss ein Nachfolger für den Gute-Laune-Stifter gefunden werden. An diesem Dienstag hat der 65-Jährige seinen letzten Arbeitstag - und natürlich darf der gebürtige Nienburger nicht gehen, ohne in einem Abschiedsinterview Bilanz zu ziehen.

DOSB: Folker, nach mehr als 17 Jahren an der Spitze des EOC-EU-Büros läutet für dich heute die letzte Glocke. Mit welchen Emotionen gehst du in den Ruhestand?

Folker Hellmund: Es gibt drei Möglichkeiten, mit so einem Schritt umzugehen. Entweder hat man schon vor Monaten aufgegeben und es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Arbeit und Rente. Oder man ackert bis zum letzten Tag, wacht dann am nächsten Morgen auf und denkt: Irgendwas ist komisch heute. Oder, und für diese Möglichkeit habe ich mich entschieden: Man arbeitet mit Freude bis zum letzten Tag, hat aber einen Plan für die Zeit danach gemacht.

Wie sieht dieser Plan aus?

Meiner gilt zunächst für einige Monate. Zunächst reise ich im April mit meiner Frau nach Japan, danach stehen einige Radtouren mit Freunden an. Im Mai feiere ich im DOSB meinen Ausstand, im Juni besuche ich einen Freund auf Mallorca und schaue mit ihm die Fußball-WM. Und ich plane, mehr Zeit mit meinen Kindern zu verbringen. Mein Sohn lebt in Göttingen, meine Tochter in Frankfurt. Die werde ich häufiger besuchen, sofern sie nicht schnell genervt sind von mir.

Du hast nie den Eindruck hinterlassen, von deiner Arbeit genervt zu sein. Wie sehr, fürchtest du, wird sie dir fehlen?

Es mag abgedroschen klingen, aber für mich war der Job wirklich Berufung und nicht nur Beruf. Es war viel mehr als ein normaler Arbeitsplatz, immerhin hatte ich die Ehre, der Erste zu sein, der das EOC-EU-Büro leitet. Ich hatte mich schon 1993, als das EU-Büro des deutschen Sports gegründet wurde, um die Leitungsstelle beworben und bin hinter Christophe de Kepper Zweiter geworden. Ich habe mich also schon vor mehr als 30 Jahren mit der Thematik befasst und bin sehr dankbar, dass ich 2007 die Chance bekommen habe, die Leitung zu übernehmen und zwei Jahre später das Konzept des EOC-EU-Büros umzusetzen. Wie sehr es mir fehlen wird, kann ich ehrlich gesagt noch nicht einschätzen. Ich glaube, dass ich die Beschäftigung mit den Themen, die mir am Herzen liegen, sehr vermissen werde. Es war mir immer extrem wichtig, dass der Sport die Wertschätzung bekommt, die er aus meiner Sicht verdient, und daran mitzuarbeiten, ihn auf EU-Ebene zu verankern und auf Bereiche auszudehnen, die nicht unmittelbar mit Sport zu tun haben, war eine große Bereicherung. Aber ich habe auch nicht vor, mich komplett aus allem herauszuziehen. Ich möchte mich weiter informiert halten, deshalb wird die Lücke, die nun entsteht, vielleicht gar nicht so groß werden.

Worin lag vor fast 20 Jahren, als du ins EU-Büro des deutschen Sports gewechselt bist, dein Anreiz, dich auf europäischer Ebene für den Sport einzusetzen?

Dieser Anreiz, mich international zu betätigen, war ja schon viel länger da. Ich habe 15 Jahre in Brüssel für das Hanse-Office, die Landesvertretung Hamburgs und Schleswig-Holsteins, gearbeitet und das politische Umfeld kennen gelernt. Deshalb wusste ich, dass es mir in der neuen Tätigkeit gefallen würde. Schon während meines Studiums hatte sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass wir Deutschen oft zu sehr auf uns schauen. Wir sind eine große Wirtschaftsnation in Europa und haben genug eigene Themen. Aber wir können sehr viel von kleineren Nationen lernen, die oft deutlich pragmatischer handeln als wir. Und das habe ich im Sport genauso erlebt. Durch internationale Vernetzung erhalten wir so viele wichtige Impulse, und diese zu nutzen und in die deutsche Sportpolitik zu tragen, war mir stets ein Anliegen.

Hat der DOSB, der seit 2007 dein Arbeitgeber ist, dieses Anliegen stets mitgetragen? Wie war deine Arbeit im Dachverband angesehen?

Da gab es tatsächlich Unterschiede, nicht jede Führung hatte das Thema Europa/Internationales hoch auf der Agenda. Ich habe großes Verständnis dafür, dass der DOSB täglich mit vielen nationalen Themen konfrontiert ist, die selbstverständlich Priorität haben. Aber das Nationale funktioniert nicht ohne das Internationale, und bei der aktuellen Führung habe ich, nicht zuletzt auch dank der Bewerbungspläne für Olympische und Paralympische Spiele, den deutlichen Eindruck, dass das Internationale wieder stärker gewichtet wird und viel Verständnis für unsere Arbeit herrscht. Das ist sehr wichtig.

Worin lagen in deiner Anfangszeit die größten Herausforderungen?

Als ich anfing, arbeiteten vier Menschen für das EU-Büro des deutschen Sports, aber keiner kam aus Deutschland und die Anbindung an den DOSB war eher gering. Das war anfangs mein Job, das in Gang zu bringen. Dann hatten 2009 der damalige DOSB-Präsident Thomas Bach und der irische EOC-Chef Patrick Hickey die Idee, das Büro zum EOC-EU-Büro umzubauen. Aber es gab dafür keine Gebrauchsanweisung, wir mussten alles selbst entwickeln. Also haben wir uns Operational Guidelines geschrieben, die bis heute unverändert gelten. Es war eine Zeit des Aufbruchs, ich habe viel Pioniergeist verspürt. Meine wichtigste Aufgabe bestand darin, europaweit Anerkennung für das Thema zu schaffen. Zu Beginn wurde das Büro von fünf Organisationen unterstützt: dem IOC, dem EOC, dem DOSB, der Bundessportorganisation Österreichs und dem französischen Sportverband. Mir war klar: Wenn wir eine Zukunft haben wollten, mussten wir eigenes Personal einstellen und vor allem Einnahmen generieren. Dafür mussten wir Dienstleistungen entwickeln, die für Partner aus Nationalen Olympischen Komitees und Sportverbänden interessant sein könnten.

Wie ist das gelungen?

Der Lissabon-Vertrag von 2009 hat uns zum Durchbruch verholfen. Er hat eine Grundlage für ein EU-Sportprogramm geschaffen. Das Erasmus-Förderprogramm wurde für den Sport geöffnet, was einen entscheidenden Anstoß dafür gegeben hat, dass wir Mittel generieren konnten. Unser Ziel war, vor allem an die Sportverbände heranzutreten, die häufig von EU-Rechtsprechung betroffen sind. Dazu mussten wir uns breiter aufstellen. Über die Jahre sind wir von fünf unterstützenden Organisationen auf 38 Partner gewachsen, mit dem Europaverband im Rudern kommt Nummer 39 hoffentlich bald dazu. Das hat unsere Reputation in Brüssel und in der EU erheblich verbessert. Die Dazunahme des paralympischen Sports 2024 hat das Ganze abgerundet. Mir war es immer sehr wichtig, dass wir das komplette Paket bespielen und mitdenken. Wir verstehen uns ja als Vertretung der olympischen Komitees, wir sprechen für die olympische Bewegung. Aber wir wollten immer auch über unseren Tellerrand hinausschauen.

Wenn wir auf die Dienstleistungen schauen, die ihr anbietet: Gibt es Projekte, die dir besonders am Herzen liegen, die du als dein Vermächtnis bezeichnen würdest?

Ach, Vermächtnis ist ein großes Wort. Die Legacy hat eine kurze Halbwertzeit, ich erwarte jedenfalls nicht, dass man mir hier ein Denkmal baut. Aber es gibt schon einige außergewöhnliche Projekte wie zum Beispiel Ocean oder Safe Harbour, das mittlerweile von 31 NOKs unterstützt wird, mit denen wir einen Nerv getroffen haben. Darüber bin ich sehr froh. Dazu kommt das Corporation Agreement, das die gegenseitige Zusammenarbeit und Unterstützung zwischen der EU-Kommission und dem EOC regelt, das wir vor fünf Jahren verhandelt haben und das nun bereits in der zweiten Fassung vorliegt. Das bildet eine sehr stabile Grundlage für die Zukunft. Dass wir mittlerweile außerhalb von Erasmus eine spezielle Förderung dafür bekommen, um Erfahrungen aus Projekten an Akteure weiterzugeben, die nicht Teil dieser Projekte waren, aber von den Ergebnissen profitieren könnten, unterstreicht die Qualität der Arbeit, die wir leisten.

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