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Sportdeutschland-News

Silbernes Lorbeerblatt für Deaflympics und World Games Athlet*innen

81 Athlet*innen haben sich am 4. Februar 2026, auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, in das Schloss Bellevue eingefunden. Die Medaillengewinner*innen der World Games in Chengdu sowie der Sommer-Deaflympics in Tokio wurden mit der höchsten sportlichen Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, dem Silbernen Lorbeerblatt, gewürdigt.

In seiner Ansprache beschrieb der Bundespräsident die besondere Stimmung der Veranstaltung: „Immer nämlich, wenn ich das Silberne Lorbeerblatt an verdiente Sportlerinnen und Sportler aushändigen darf, habe ich das Gefühl, dass eine besondere Atmosphäre entsteht. Dass ein besonderer frischer Wind durch die Räume weht: eine Mischung aus Freude und Leidenschaft, aus Mut und Einsatzbereitschaft, aus Ausdauer und Selbstüberwindung, aus Selbstbewusstsein und Teamgeist, aus Lust am Wettbewerb und aus Wille zum Gewinnen.“

Gemeinsam mit Christiane Schenderlein, Staatsministerin Sport und Ehrenamt, überreichte Frank-Walter Steinmeier die Auszeichnungen und, gerichtet an die Deaflympics Athlet*innen, betonte er: „Solche sportlichen Leistungen und Erfolge sind sicher auch Ermutigung für andere Gehörlose, sich einem Team oder Verein anzuschließen und sich selber sportlich auszuprobieren und herauszufordern. Die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler der Deaflympics sind ganz gewiss für andere mit dem gleichen Handicap Motivation und vielleicht auch Vorbild. Gerade deswegen sind ihre Erfolge sozusagen doppelt wichtig und Grund zur Freude für uns alle.“

Der Bundespräsident hob den besonderen Stellenwert der World Games hervor und, „umso schöner finde ich, dass in diesen bedeutenden Spielen die deutschen Mannschaften seit Langem so hervorragend abschneiden – und das in vielen, wenn nicht allen ihren Disziplinen. Dieses Mal, in Chengdu, sind sie so im Medaillenspiegel hinter den gastgebenden Chinesen auf dem zweiten Platz gelandet. Aber in der ewigen Tabelle aus allen bisherigen World-Games-Austragungen belegen sie den ersten Platz.“

Mit der Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes unterstrich der Bundespräsident die Bedeutung der Deaflympics und der World Games sowie der Werte des Sports wie Fairness, Leistungsbereitschaft, Zusammenhalt und gesellschaftliches Miteinander. (Quelle: Bundespräsidialamt)

Katharina Schmid und Leon Draisaitl zum Team D Fahnenträger*innen-Duo gewählt

Katharina Schmid (29/SC Oberstdorf) und Leon Draisaitl (30/Edmonton Oilers) tragen damit am Freitag, 6. Februar, bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 die deutsche Fahne.

Das haben die Öffentlichkeit und das Team D in einer gemeinsamen Wahl entschieden, die vom 26. Januar bis einschließlich 3. Februar lief. An der Wahl beteiligten sich mehr als 135.000 deutsche Fans sowie in einer internen Wahl die Athlet*innen aus dem Team D. Zu den Olympischen Winterspielen in Peking 2022 wurden 120.000 Stimmen aus der Öffentlichkeit abgegeben. Die Stimmen aus beiden Gruppen wurden zu je 50 % gewichtet für das Gesamtergebnis gezählt.

Schmid und Draisaitl gewannen beide sowohl die öffentliche Wahl als auch das interne Team D Voting. Schmid, die als erste Skispringerin die deutsche Fahne tragen wird, holte sich bei den Frauen knapp 50 % der Stimmen aus der Öffentlichkeit und 37 % der Stimmen aus dem Team D. Auf Draisaitl vereinten sich bei den männlichen Kandidaten etwas mehr als 51 % der Stimmen aus der Öffentlichkeit und knapp 41 % der Stimmen aus dem Team D. Er ist ebenfalls der erste Eishockeyspieler, der bei einer Eröffnungsfeier die deutsche Fahne trägt. 2018 war Christian Ehrhoff diese Ehre bei der Schlussfeier zuteil geworden. 2022, als in Peking erstmals ein Duo bei Winterspielen die Fahne trug, waren Eisschnellläuferin Claudia Pechstein und Bobpilot Francesco Friedrich ausgewählt worden.

Draisaitl wird das Team Deutschland bei der Eröffnungsfeier in Mailand ins San Siro Stadion führen, Katharina Schmid wird bei der Eröffnungsfeier am Standort Predazzo die Führung übernehmen. Die Eröffnungsfeiern an den Standorten Mailand, Predazzo, Cortina und Livigno sollen zeitgleich stattfinden, inklusive Einlauf der Nationen, um ein einheitliches Gefühl trotz großer Entfernungen herzustellen.

Draisaitl wird am Freitag mit einem früheren Flug aus Kanada in Mailand erwartet, um rechtzeitig für seine Rolle als Fahnenträger vor Ort zu sein. Die restlichen NHL-Spieler werden erst am Samstag, 7. Februar, in Mailand landen. Die erste Partie der deutschen Eishockey-Männer steht am Donnerstag, 12. Februar, um 21.10 Uhr gegen Dänemark an. Katharina Schmid ist erstmals bereits am Samstag, 7. Februar, um 18.45 Uhr im Wettbewerb von der Normalschanze gefordert.

Die weiteren Kandidat*innen, die zur Abstimmung standen, sind: Ramona Hofmeister (29/Snowboard), Laura Nolte (27/Bob), Johannes Rydzek (34/Nordische Kombination) und Tobias Wendl (38/Rennrodeln).

Para-Biathletin Anja Wicker ist „Sportlerin des Monats“ Januar

Anja Wicker hat ihre starke Saison eindrucksvoll gekrönt: Neben dem Gewinn des Gesamtweltcups feierte die Stuttgarterin einen viel beachteten Heimsieg im Sprint über 7,5 Kilometer im Nordic-Center Notschrei und sammelte darüber hinaus zahlreiche weitere Podestplatzierungen im Biathlon und im Langlauf. Für diese eindrucksvollen Leistungen wählten die von der Sporthilfe geförderten Athletinnen und Athleten Anja Wicker mit 43,2 Prozent zur „Sportlerin des Monats“ Januar.

Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Wahl zur „Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats“ ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und 
-athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten drei Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting.

Anja Wicker setzte sich bei der Wahl gegen das Bobteam Lochner (40,3%) und das Rodel-DuoTobias Wendl und Tobias Arlt (18,7%) durch. Johannes Lochner hatte gemeinsam mit seinem Team eine herausragende Saison mit dem Gewinn der Gesamtweltcups im Zweier- und Viererbob gekrönt und sich zudem zusammen mit Anschieber Georg Fleischhauer den Europameistertitel im Zweierbob gesichert. Wendl und Arlt überzeugten mit dem souveränen Gewinn des Europameistertitels im Doppelsitzer in Oberhof und bauten mit ihrem zweiten Weltcupsieg in Folge die Führung im Gesamtweltcup weiter aus - ein deutliches Ausrufezeichen für die olympischen Wettkämpfe in Mailand und Cortina.

Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden.

Weitere Informationen: www.sporthilfe.de

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