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Sportdeutschland-News

Sein Beruf und seine Berufung: Netzwerken für den Sport

Ein wenig müde blinzelt Marc Zwiebler in die Kamera, als er sich zum digitalen Gespräch aus Berlin meldet. Als Vater drei Jahre sowie drei Monate alter Kinder, der eine eigene Firma führt, sind kurze Nächte Standard für den 42-Jährigen. Aber was sind schon Äußerlichkeiten gegen das, was ein Mensch an intrinsischer Motivation auszustrahlen in der Lage ist! Und dass er da viel zu bieten hat, daran lässt der Mann, der viele Jahre die deutsche Nummer eins im Badminton war und Deutschland in der schnellsten Rückschlagsportart der Welt dreimal bei Olympischen Spielen vertrat, keinen Zweifel. Die Energie, mit der sich Marc Zwiebler für Zukunftsthemen begeistert, wirkt ansteckend.

Anlass des Gesprächs war die Serie, in der wir seit Jahresbeginn monatlich die aktuell zwölf Menschen große Gruppe der Persönlichen Mitglieder im DOSB beleuchten. Aber sehr schnell wird klar, dass der in Bonn geborene Wahl-Berliner den Blick über den Rand der Sportblase hinaus nicht nur bevorzugt, sondern auch als das größte Bonuspaket betrachtet, das er seit nunmehr dreieinhalb Jahren in die Verbandsarbeit einbringen kann. „Ich glaube, dass das Potenzial bei den Persönlichen Mitgliedern genau darin liegt, neue Perspektiven zu eröffnen, die über das Sportsystem hinausgehen. Wir alle haben unsere Netzwerke, die wir nutzen können, um Inhalte, die für den DOSB und den Sport in seiner Gesamtheit wichtig sind, außerhalb des Sports zu verbreiten“, sagt er.

Nach dem Karriereende suchte er bewusst Abstand vom Sport

Womit wir dann auch schon mitten im Thema wären. Denn das, was andere Mitglieder der Gruppe kritisieren, ist auch Marc Zwiebler aufgefallen. „Die Möglichkeiten, die wir haben, werden an manchen Stellen noch deutlich zu wenig genutzt“, sagt er. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere im Jahr 2017 hatte er bewusst Abstand vom Sport gesucht, „weil Sport bis dahin mein gesamtes Leben bestimmt hatte und ich herausfinden wollte, was es sonst noch für mich geben kann.“ Den Kontakt komplett abreißen zu lassen, sei aber nicht infrage gekommen, „denn ich wollte dem Sport für das, was er für mich bewirkt hat, gern etwas zurückgeben.“ So engagierte er sich im Exekutivkomitee des Badminton-Weltverbands, war Mitglied im Präsidium von Athleten Deutschland und der Athletenkommission im DOSB.

„Doch auf die Rolle eines Persönlichen Mitglieds war ich trotzdem nicht vorbereitet, als ich vor vier Jahren gefragt wurde, ob ich mir eine Mitarbeit vorstellen könnte, und wenn ich ehrlich bin, weiß ich bis heute nicht ganz genau, was von mir erwartet wird“, sagt er. Zu wenige Präsenztreffen mit der gesamten Gruppe, dazu ein Informationsfluss, der aus seiner Sicht sehr stark auf E-Mail-Verkehr und zu wenig auf direkte Kommunikation aufgebaut sei - die Potenziale, die in der Diversität der Gruppe liegen, würden dadurch zu wenig gehoben. „Und das ist keineswegs eine einseitige Kritik am DOSB, der versucht, uns bestmöglich einzubinden. Das liegt zu großen Teilen daran, dass die meisten Persönlichen Mitglieder sehr viele andere Dinge zu tun haben und ihrer Holschuld deshalb nicht immer nachkommen können“, sagt er.

Neue Förderrunde: „Sanierung kommunaler Sportstätten - Schwimmbäder“

Im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ startet der Bund einen weiteren Projektaufruf speziell für die Sanierung kommunaler Schwimmbäder (SKS-Schwimmbäder). Ziel ist die umfassende Modernisierung von Hallen- und Freibädern, die Steigerung der Energieeffizienz sowie der Abbau baulicher Barrieren.

Für den Aufruf 2026 stehen 250 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ bereit. Projektskizzenkönnen von Kommunen ausschließlich digital über das Förderportal des Bundes easy‑Online bis zum 19. Juni 2026 eingereicht werden. Über die Auswahl entscheidet im Anschluss der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.

Auch in dieser Förderrunde haben Vereine keine eigene Antragsberechtigung. Aber erneut können die Kommunen auch Anträge für Sportstätten Dritter, z.B. Vereine stellen und damit für eine Förderung infrage kommen. Interessierte Vereine sollten daher umgehend auf ihre kommunalen Mandatsträger zugehen, um Projektskizzen über die Kommune einreichen zu können.

Gefördert werden öffentlich zugängliche kommunale Schwimmbäder einschließlich typischer baulicher Bestandteile und zweckdienliche Folgeeinrichtungen. Projektskizzen zu Schwimmbädern, die bereits zum ersten SKS-Aufruf 2025/2026 eingereicht wurden, können ohne Neueinreichung übernommen werden. Dazu ist lediglich eine formlose Erklärung per E-Mail mit der Skizzen-ID, dem Namen der einreichenden Kommune und dem Projekttitel an sks-schwimmbaeder(at)pd-g.de nötig.

Der erste SKS-Aufruf 2025/2026 verzeichnete bereits eine außerordentlich hohe Nachfrage. Über 3600 Interessenbekundungen mit einer beantragten Gesamtfördersumme von über 7,5 Milliarden Euro bei bereitgestellten 333 Millionen Euro unterstreichen den weiterhin bestehenden Handlungsbedarf. Neben dem jetzt gestarteten Aufruf SKS-Schwimmbäder ist voraussichtlich im Herbst dieses Jahres noch eine zweite SKS-Fördertranche über weitere 333 Millionen Euro vorgesehen. Weitere Informationen zum Projektaufruf können der Seite des zuständigen Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung entnommen werden.

Weitere Informationen zum Projektaufruf können der Seite des zuständigen Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung entnommen werden. 

Sportvereine als Schlüssel für mehr Bewegung - starke Impulse aus Frankfurt

Rund 65 Vertreter*innen aus Sport, Wissenschaft und Politik kamen zusammen - und schnell wurde klar: Wer mehr Bewegung in die Gesellschaft bringen will, kommt an den Sportverbänden und -vereinen vor Ort nicht vorbei. Bereits am Vormittag setzte das “Gesundheitspolitische Frühstück” wichtige Akzente. Im Talk mit Cornelia Goldapp aus dem Bundesministerium für Gesundheit und DOSB Ressortleiter Dr. Mischa Kläber wurde besonders hervorgehoben, dass Sportvereine ein enormes Potenzial besitzen, Sport und Bewegung in den Kommunen sichtbar zu machen und Menschen direkt zu erreichen. Gerade im Hinblick auf das DOSB-Ziel 2035 mehr Menschen in Bewegung zu bringen, kommt ihnen eine zentrale Rolle zu. Dabei wurde deutlich, dass eine wirksame Gesundheitsförderung und Prävention nur im Zusammenspiel aller Ebenen gelingen kann - Bund, Land, Kommune. Bundesweite Beschlüsse müssten in den Ländern zwar nach Länderbedarf, aber verbindlich umgesetzt und berücksichtigt werden, um ihre volle Wirkung entfalten zu können.

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