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Sportdeutschland-News

Erasmus+ Sport Veranstaltungen 2026

30. März 2026, 13.30 bis 14.30 CET, online: YouSports Activities - Quality in Youth Projects 

Die Online-Veranstaltung bietet interessierten Trägern einen Einblick in die beiden Förderformate „Internationale Jugendbegegnungen“ und „Jugendpartizipationsprojekte“ aus dem Förderprogramm Erasmus+ Jugend und der „Lernmobilität für Fachkräfte im Breitensport“ aus Erasmus+ Sport. Die Veranstaltung wird auf Englisch und via Microsoft Teams stattfinden. Sie stellt Praxisbeispiele vor und bietet Raum für Fragen zu den Förderformaten. 

Die Online-Veranstaltung ist als Auftakt zu einer Schulungsreihe gedacht, die interessierte Träger an diese EU-Förderformate heranführt. Im Juni wird dann in Frankreich ein Trainingskurs stattfinden, um interessierten Organisationen aufzuzeigen, wie qualitativ hochwertige EU-Projekte an der Schnittstelle Sport und Jugendarbeit gestaltet werden können. Für November ist eine abschließende Vernetzungsveranstaltung in Malta geplant, bei der Träger potenzielle Partner für die Antragstellung zur Februarfrist 2027 finden können und erste Ideen für ihre Projekte gemeinsam entwickeln können. Im Idealfall nehmen die Organisationen an allen drei Veranstaltungen teil. 

Hier ist der Anmeldelink für die Online-Veranstaltung am 30. März 2026: https://dzs.attendu.com/event/6c9888d514026839142ebe3f/?p=69a7edb04ba396115b4f455e&lang=en 

20. - 23. Mai 2026 in Berlin: YouSport Mini Study Visit 2026 Germany 

Bei dem Mini Study Visit, den JUGEND für Europa organisiert, geht es um die Schnittstellen zwischen Sport und Jugendarbeit und die Förderung der sozialen Teilhabe und Inklusion durch Sport. Neben Vor-Ort-Besuchen bei Berliner Praxisbeispielen werden verschiedene Förderformate von Erasmus+ Sport und Erasmus+ Jugend vorgestellt und Kooperationen für zukünftige Projekte angestoßen. Die Veranstaltung wird in englischer Sprache angeboten und richtet sich an Träger aus der Jugendarbeit und dem Breitensport aus den Ländern Irland, Finnland, Malta, Italien und Deutschland. Pro Land stehen 4 Plätze für Fachkräfte zur Verfügung. Ein Programmentwurf ist dem Call beigefügt. Hier ist der Call: http://trainings.salto-youth.net/14519Bewerbungen sind möglich bis 25. März 2026. 

20. - 23. Mai 2026 in Berlin: Strengthening Volunteering in Sport through Erasmus+ 

Bei dem Training Course geht es um die Stärkung des Ehrenamts im Sport und den Erfahrungsaustausch zur Gewinnung, Qualifizierung und langfristigen Bindung von Ehrenamtlichen im Verein. Diese Veranstaltung findet am selben Ort wie der YouSport Mini Study Visit statt, um die Vernetzung zwischen den Teilnehmer*innen zu ermöglichen. Sie wird aus Mitteln des Erasmus+ Sport-Programms finanziert und von JUGEND für Europa in Kooperation mit sieben anderen Sport-NAs organisiert. Arbeitssprache ist Englisch und angesprochen sind Träger aus dem Breitensport. Pro Land steht 1 Platz zur Verfügung. Hier ist der Call: http://trainings.salto-youth.net/14508. Bewerbungen sind möglich bis 5. April 2026

Gemeinsam für den größten Moment: Olympia-Aktionsspieltag in NRW

Pünktlich zum Versand der Briefwahlunterlagen für die Ratsbürgerentscheide am 19. April zeigten die Profifußballvereine aus NRW eindrucksvoll Flagge: Ob beim Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC Bayern München oder bei den Heimspielen der Teams aus der dritten Liga. 

Die Aktionen in den Stadien und Arenen Nordrhein-Westfalens standen ganz unter dem Motto „Gemeinsam für den größten Moment“. Gebrandete Eckfahnen, Banner auf dem Spielfeld, Einlaufaktionen sowie Trikot-Badges und eine umfassende digitale Kommunikation machten die Olympiabewerbung sicht- und erlebbar. 

Der BVB empfing eine Vielzahl olympischer und paralympischer Athlet*innen im Dortmunder Westfalenstadion, darunter Timo Boll, Frank Busemann, Christina Honsel sowie den Para-Schwimmer Maurice Wetekam. Im Mittelpunkt standen außerdem die Medaillengewinner*innen der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina: die Bobfahrerinnen Laura Nolte und Deborah Levi sowie Skeletoni Axel Jungk. Gemeinsam mit den BVB-Profis versammelten sich alle Gäste vor Spielbeginn zu einem großen Mannschaftsfoto. Zudem begleiteten Kinder die BVB-Profis beim Einlaufen auf das Spielfeld und trugen dabei sowohl Ausrüstungen verschiedener olympischer Sportarten als auch spezielle Einlaufshirts mit der Botschaft des Tages: Gemeinsam für den größten Moment. 

Bereits am 7. März rückte das Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund in den Mittelpunkt der Bewerbung. Während der Halbzeit gab es ein Interview mit den Olympioniken Marina Hegering und Jonas Reckermann. Am Aktionswochenende engagierten sich zusätzlich die Effzeh Frauen. Zu diesem Anlass kamen Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester und die Degen-Olympiasiegerin Britta Heidemann zu Besuch. 

„Der DOSB ist der Mittler, der das Team D zum Austausch zusammenbringt“

Sie waren einander noch nie begegnet, und trotzdem hatten Lisa Nolte und Patrick Beckert sofort einen Draht zueinander. Die Kapitänin der Hockey-Nationalmannschaft und der fünfmalige Olympiateilnehmer im Eisschnelllauf waren vom DOSB gebeten worden, ihre Erfahrungen mit dem Dachverband des deutschen Sports zu schildern. Und schnell waren sich die 25 Jahre alte Krefelderin, die seit acht Jahren für den Düsseldorfer HC in der Bundesliga spielt, und der 35 Jahre alte Erfurter einig: Während Olympischer Spiele ist der DOSB sehr präsent, zwischen den Spielen aber wünschen sich beide noch mehr Kontakt. Wie das gehen könnte, erörtern die beiden im Interview.

DOSB: Wenn ihr die Abkürzung DOSB hört oder das Logo seht, was ist eure erste Assoziation damit?

Patrick Beckert: Ich verbinde mit dem DOSB die Nationalmannschaft und die Olympischen Spiele. Im Alltag ist der Fachverband präsenter, da gibt es mit dem DOSB nicht so viele Berührungspunkte. Aber all die Erfahrungen, die ich bei fünf Olympischen Spielen sammeln durfte, die Nominierungen dafür, und auch das Thema Förderung sind für mich eng mit dem DOSB verbunden.

Lisa Nolte: Ich durfte ja erst einmal an Olympischen Spielen teilnehmen, aber auch für mich ist Olympia die erste Verbindung, die mir im Zusammenhang mit dem DOSB in den Kopf kommt. Die Spiele sind das größte Ziel, auf das wir hinarbeiten, und dabei hat der DOSB die größte Rolle.

Könnt ihr euch daran erinnern, wann ihr euch zum ersten Mal über die Rolle des DOSB bewusst geworden seid?

Lisa: Bei mir war das vor den Spielen 2024 in Paris der Fall. Vorher hatten wir keine Berührungspunkte. Aber als ich rund um die Nominierung für die Sommerspiele verstanden habe, welche Möglichkeiten der DOSB bietet und welche Themenvielfalt er abdeckt, hat das meinen Bezug zum Dachverband deutlich vergrößert.

Patrick: Auch bei mir war es so, dass ich vor meinen ersten Spielen 2010 in Vancouver nicht wusste, was der DOSB tut und wofür er steht. Eine Vorbereitung darauf seitens des Fachverbands gab es nicht, die Unterscheidung der Aufgabengebiete zwischen der DESG und dem DOSB ist mir erst durch meine erste Olympiateilnahme deutlicher klar geworden. Ganz wichtig ist dabei der persönliche Kontakt vor Ort gewesen. Wenn man seine Ansprechpersonen kennt und weiß, an wen man sich wenden kann, versteht man viel eher, wo die Zuständigkeiten liegen und was die Aufgaben des DOSB sind.

Welche Bedeutung hat für euch als Spitzenathlet*innen generell die Arbeit von Verbänden, was bekommt ihr davon überhaupt im Alltag mit?

Patrick: Bei uns entscheidet der Fachverband über die Förderung, die Auswirkungen seiner Arbeit sind deshalb sehr bedeutend, die Vorgaben der DESG sind essenziell für den Verlauf einer Karriere. Was ein Sportdirektor oder eine Sportdirektorin entscheidet, hat sehr großen Einfluss auf das, was der oder die Einzelne erreichen kann. Das geht bis zu Vorgaben dazu, wo oder bei wem man trainieren muss. Der Fachverband hat sehr viel Macht, manchmal vielleicht sogar zu viel. Ich bin der Meinung, dass der DOSB da trotz des Rahmens der Verbandsautonomie manchmal stärker als Kontrollorgan fungieren und die Athletinnen und Athleten viel mehr einbinden sollte. Das wäre eine Möglichkeit, um ihn im Alltag noch deutlicher wahrnehmen zu können.

Lisa: Bei uns im Teamsport Hockey ist das etwas anders, wir spielen die meiste Zeit unter der Obhut unserer Vereine und haben mit dem Fachverband DHB nur während der Maßnahmen mit dem Nationalteam eine enge Verbindung. Ich sehe die wichtigste Aufgabe von Verbänden darin, dass sie Rahmenbedingungen schaffen, unter denen wir unsere beste Leistung abrufen können. Ein Dachverband arbeitet ja eigentlich am besten, wenn man ihn im Alltag gar nicht richtig bemerkt. Ein regelmäßiger Austausch ist wichtig für eine unkomplizierte Zusammenarbeit.

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