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Sportdeutschland-News

Daniela Maier ist „Sportlerin des Monats“ Februar

Daniela Maier setzte sich bei der Wahl zur „Sportlerin des Monats“ Februar gegen die weiteren deutschen Olympiasiegerinnen und -sieger der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina durch. Die Bayerin hatte bei den Wettkämpfen in Livigno mit ihrem überraschenden Triumph im Skicross für ein deutsches Highlight gesorgt: In einem hochklassigen und engen Finale behauptete sie sich gegen die internationale Konkurrenz und sicherte sich damit den größten Erfolg ihrer Karriere.

Knapp hinter Daniela Maier landete Skispringer Philipp Raimund auf Rang zwei der Wahl. Der 24-Jährige überzeugte bei den Spielen mit seinem Olympiasieg von der Normalschanze und bestätigte damit seine starke Form auf der internationalen Bühne. Rang drei ging an das Bobteam Lochner, das mit Pilot Johannes Lochner und Anschieber Georg Fleischhauer im Zweierbob Gold, sowie gemeinsam mit Thorsten Margis und Jörn Wenzel im Viererbob eine weitere Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewinnen konnte. Auf den weiteren Plätzen folgten das Bobteam Nolte mit Pilotin Laura Nolte und Anschieberin Deborah Levi, dicht gefolgt von denRennrodlern Max Langenhan, Julia Taubitz, sowie der deutschen Team-Staffel im Rennrodeln. Sie alle hatten sich in Mailand Cortina gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt und zu Olympiasiegerinnen oder -siegern gekürt.

Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden. 

Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Wahl zur Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und -athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten drei Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting.

Stiftung Deutsche Sporthilfe

Mehrheit zufrieden mit Leistung von Team D bei Olympischen Winterspielen

Der Großteil der Menschen ist zufrieden mit der Leistung des Team Deutschland bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026. Das geht aus einer neuen, repräsentativen Umfrage der Agentur One8Y im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hervor, für die mehr als 1.000 Menschen befragt wurden.

Rund zwei Wochen nach Ende der Winterspiele gaben 62 % der Befragten an, mit der Leistung von Team Deutschland zufrieden gewesen zu sein (14 % = Sehr gut, 48 % = Gut). Nur 12 % gaben dem Team D demnach eine schlechte Note mit Blick auf das sportliche Abschneiden (9 % = Ausreichend, 3 % = Mangelhaft, 0 % = Ungenügend).

Besonders positiv wahrgenommen wurden der Teamgeist (60 %) sowie die Fairness und das Auftreten der Mannschaft (46 %).

Olaf Tabor, DOSB-Vorstand Leistungssport: „Das Team Deutschland begeistert die Menschen und wird entgegen mancher Kritik aus den vergangenen Wochen sehr positiv wahrgenommen. Man sieht deutlich, dass es vielen Fans nicht nur um den Medaillenspiegel geht, sondern dass der überwiegende Teil der Menschen die Leistungen der Athlet*innen unabhängig davon sehr zu schätzen weiß. Bei Olympischen Spielen geht es immer auch darum, die Bevölkerung mit und durch Sport zu begeistern. Das haben wir geschafft und darauf darf jede Athletin und jeder Athlet stolz sein. Unser Anspruch für die Winterspiele wird es bleiben, zu den Top 3 Nationen der Welt zu gehören. Für dieses Ziel werden wir weiterhin gewissenhaft an den nötigen Veränderungen arbeiten.“

Die herausforderndsten Zeiten in 20 Jahren DOSB

Es liegt in der Natur der Sache, dass der DOSB verschiedensten Konfliktfeldern ausgesetzt ist: Da sind nicht nur 103 Mitgliedsorganisationen mit durchaus unterschiedlichen Interessen, Anliegen und Erwartungen unter einen Hut zu bringen, er sieht sich auch verschiedenen Ansprüchen aus Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit ausgesetzt. Er verantwortet Spitzen- und Breitensport, Haupt- und Ehrenamt, er hat viele recht unterschiedliche, für den Sport wichtige Themen zu bearbeiten: unter anderem Gesundheit, Integration und Inklusion, Umwelt und Klima, Sportstätten, Bildung, Schutz vor Gewalt und natürlich den Leistungssport bis zu Olympischen Spielen - es ist eine breite Palette, die nicht immer konfliktfrei ist und durchaus zu Diskussionen über die strategische Ausrichtung führt.

Kein Wunder, dass ein so breit aufgestellter und öffentlich stark wahrgenommener Verband in 20 Jahren auch einige Krisen zu meistern hatte, zumal er nicht nur sportpolitische Aufgaben erfüllt, sondern auch als gesellschaftlich bedeutender Akteur an Transparenz, Partizipation und Reformfähigkeit gemessen wird. Legt man die veröffentlichte Darstellung zugrunde, hat der DOSB wohl im Jahr 2021 seine größte interne Krise erlebt, als der damalige DOSB-Präsident Alfons Hörmann und die Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker nach anonymen Vorwürfen von Mitarbeitenden aus ihren Ämtern schieden. Die Angelegenheit führte nicht nur intern und extern zu massiver Kritik, sondern auch zu Veränderungen, die unter anderem in einer völlig neuen Verbandsspitze mündeten. 

Legt man die neutrale Definition von Krisen zugrunde, dass nämlich eine Krise ein kritischer Zustand ist, der eine Bedrohung für Menschen, Gemeinschaften oder Organisationen darstellt, könnte durchaus auch die Corona-Pandemie für den DOSB und den gesamten deutschen Sport die größte und gefährlichste Krise gewesen sein. Die Mitgliederzahlen in den Vereinen gingen zurück, es gab finanzielle Unsicherheiten, es war organisatorisch eine riesige Herausforderung - der gesamte organisierte Sport und natürlich auch der DOSB befand sich über Monate, gar Jahre im Krisenmodus.

Deshalb ist das mit der Einordnung auch gar nicht so einfach. Womöglich hat der ganz junge DOSB bereits kurz nach der Fusion von Nationalem Olympischem Komitee (NOK) und Deutschem Olympischem Sportbund (DSB) 2006 bereits seine schwerste Krise gemeistert, nämlich eine kritische Finanzlage in Verbindung mit deutlich hörbaren Stimmen, die ohnehin nicht glücklich waren über das Zusammenlegen der beiden Organisationen zum nun gemeinsamen Dachverband. Über die Jahre hat sich nicht nur die Finanzlage stabilisiert, sondern die beiden Verbände sind auch zusammengewachsen.

Und natürlich waren im neuen Dachverband Krisen zu meistern nach den gescheiterten Bewerbungen um Olympische und Paralympische Spiele für München 2022 (Bürgerentscheid 2013) und Hamburg 2024 (Referendum 2015). Umso besser, dass nun eine erneute Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland immer mehr an Fahrt aufnimmt und die Begeisterung dafür sowohl im Sport, in der Politik, in der Wirtschaft und vor allem in der Bevölkerung wächst.

Auch das Abschneiden deutscher Teams bei Olympischen Spielen führt immer wieder zu kleineren oder größeren kritischen Diskussionen, zum Beispiel nach den Sommerspielen Rio 2016 oder Tokio 2021 oder auch jüngst nach den Winterspielen in Italien. DOSB und Politik sind sich einig, dass es tiefgreifende, strukturelle Veränderungen braucht, um den deutschen olympischen Spitzensport zurück in die Erfolgsspur zu bringen.  

Letztlich hat der DOSB aber all seine Krisen immer gemeistert und ging gestärkt aus ihnen hervor, wie zum Beispiel aus der Corona-Krise. So meldete er nach wirklich schwierigen Jahren im Jahr 2025 mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften einen neuen Rekordwert.  

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