Sportdeutschland-News
Mailand Cortina 2026: So wohnt Team Deutschland bei Olympia
Die ersten Athlet*innen beziehen aktuell ihre Unterkünfte bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026. Aufgrund der großen Entfernungen zwischen den Wettkampfstätten setzt das Organisationskomitee auf mehrere Olympische Dörfer und Hotelkomplexe.
„Die Bedingungen im Olympischen Dorf in Cortina sind sehr gut und bieten den Team D Athlet*innen gute Voraussetzungen für die Vorbereitung auf ihre Wettkämpfe. Die Container sind zwar nicht besonders groß, dafür aber gut beheizt und funktional eingerichtet. Die Schneelandschaft und das gemeinsame Leben im Dorf sorgen darüber hinaus für eine besondere olympische Atmosphäre und ermöglichen den Austausch mit Athlet*innen aus anderen Nationen“, berichtet Thomas Arnold, DOSB-Vorstand Finanzen, der im Olympischen Dorf in Cortina untergebracht ist und das Team D Office vor Ort unterstützt.
Wie viele Olympische Dörfer gibt es bei Mailand Cortina 2026?
Bei den Winterspielen 2026 gibt es insgesamt drei offizielle Olympische Dörfer. Ein großes Hauptdorf in Mailand und zwei weitere Dörfer in Cortina d’Ampezzo und Predazzo. In den Wettkampforten Bormio, Livigno sowie Antholz/Anterselva werden zusätzlich mehrere Hotels zu funktionalen Olympischen Dörfern zusammengefasst.
Warum sind die Olympischen Dörfer auf mehrere Standorte verteilt?
Die Wettkämpfe finden über weite Teile in Norditalien statt. Mehrere Dörfer ermöglichen kurze Wege zu den Wettkampfstätten und eine bessere Anpassung an die unterschiedlichen Sportarten. Von Eishockey und Eisschnelllauf bis zu alpinen und nordischen Disziplinen.
Wie viele Athlet*innen wohnen insgesamt in den Olympischen Dörfern?
Rund 1.700 Betten gibt es allein im Olympischen Dorf in Mailand, etwa 950 Athlet*innen aus 41 Nationen wohnen dort, zudem mehrere hundert Betreuer*innen. Das Dorf hat eine Größe von 38.000 m2 - das entspricht rund 21 Eishockeyfeldern.
Im Dorf in Cortina stehen 1.400 Betten in rund 350 Containern zur Verfügung. Hinzu kommen Athlet*innen, die in den Hoteldörfern in Predazzo, Livigno, Bormio und Antholz/Anterselva untergebracht sind.
Die Bedeutung des Leistungssports in Deutschland
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) begrüßt gemeinsam mit Athleten Deutschland die Veröffentlichung erster Ergebnisse des vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) geförderten Forschungsprojekts „Gesellschaftliche Bedeutung des Spitzen- und Leistungssports in Deutschland (GUIDE)“.
Das Projekt untersucht den gesellschaftlichen Nutzen des Spitzen- und Leistungssports in unterschiedlichen Wirkungsfeldern. Im Fokus stehen sowohl die Erwartungen der Bevölkerung als auch empirisch belegbare Wirkungspotenziale. Ziel ist es, vielfach angenommene Effekte, etwa im Hinblick auf Vorbildfunktion, Wertevermittlung, nationale Identifikation oder internationales Ansehen, systematisch und empirisch zu überprüfen.
Das BISp-Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einer evidenzbasierten Auseinandersetzung mit der staatlichen Leistungssportförderung in Deutschland. Bereits im vergangenen Jahr haben Athleten Deutschland und der DOSB im Rahmen einer repräsentativen SINUS-Studie gesellschaftliche Erwartungen an den Leistungssport und die Spitzensportförderung empirisch erheben lassen. Die im Sommer 2025 veröffentlichten Ergebnisse der SINUS-Studie liefern eine differenzierte Bestandsaufnahme der Wahrnehmung des Leistungssports in der Gesellschaft.
Die nun vorliegenden ersten Ergebnisse des BISp-Forschungsprojekts in Form von Fact Sheets ermöglichen es erstmals, diese gesellschaftlichen Erwartungen den empirisch nachweisbaren Wirkungen des Leistungssports gegenüberzustellen. Damit eröffnen sich für alle Stakeholder weitere Diskursräume, die insbesondere im weiteren Prozess rund um das Sportfördergesetz und die geplante Errichtung einer Spitzensportagentur genutzt werden sollten.
Silbernes Lorbeerblatt für Deaflympics und World Games Athlet*innen
81 Athlet*innen haben sich am 4. Februar 2026, auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, in das Schloss Bellevue eingefunden. Die Medaillengewinner*innen der World Games in Chengdu sowie der Sommer-Deaflympics in Tokio wurden mit der höchsten sportlichen Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, dem Silbernen Lorbeerblatt, gewürdigt.
In seiner Ansprache beschrieb der Bundespräsident die besondere Stimmung der Veranstaltung: „Immer nämlich, wenn ich das Silberne Lorbeerblatt an verdiente Sportlerinnen und Sportler aushändigen darf, habe ich das Gefühl, dass eine besondere Atmosphäre entsteht. Dass ein besonderer frischer Wind durch die Räume weht: eine Mischung aus Freude und Leidenschaft, aus Mut und Einsatzbereitschaft, aus Ausdauer und Selbstüberwindung, aus Selbstbewusstsein und Teamgeist, aus Lust am Wettbewerb und aus Wille zum Gewinnen.“
Gemeinsam mit Christiane Schenderlein, Staatsministerin Sport und Ehrenamt, überreichte Frank-Walter Steinmeier die Auszeichnungen und, gerichtet an die Deaflympics Athlet*innen, betonte er: „Solche sportlichen Leistungen und Erfolge sind sicher auch Ermutigung für andere Gehörlose, sich einem Team oder Verein anzuschließen und sich selber sportlich auszuprobieren und herauszufordern. Die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler der Deaflympics sind ganz gewiss für andere mit dem gleichen Handicap Motivation und vielleicht auch Vorbild. Gerade deswegen sind ihre Erfolge sozusagen doppelt wichtig und Grund zur Freude für uns alle.“
Der Bundespräsident hob den besonderen Stellenwert der World Games hervor und, „umso schöner finde ich, dass in diesen bedeutenden Spielen die deutschen Mannschaften seit Langem so hervorragend abschneiden – und das in vielen, wenn nicht allen ihren Disziplinen. Dieses Mal, in Chengdu, sind sie so im Medaillenspiegel hinter den gastgebenden Chinesen auf dem zweiten Platz gelandet. Aber in der ewigen Tabelle aus allen bisherigen World-Games-Austragungen belegen sie den ersten Platz.“
Mit der Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes unterstrich der Bundespräsident die Bedeutung der Deaflympics und der World Games sowie der Werte des Sports wie Fairness, Leistungsbereitschaft, Zusammenhalt und gesellschaftliches Miteinander. (Quelle: Bundespräsidialamt)

