Sportdeutschland-News
Katharina Schmid und Leon Draisaitl zum Team D Fahnenträger*innen-Duo gewählt
Katharina Schmid (29/SC Oberstdorf) und Leon Draisaitl (30/Edmonton Oilers) tragen damit am Freitag, 6. Februar, bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 die deutsche Fahne.
Das haben die Öffentlichkeit und das Team D in einer gemeinsamen Wahl entschieden, die vom 26. Januar bis einschließlich 3. Februar lief. An der Wahl beteiligten sich mehr als 135.000 deutsche Fans sowie in einer internen Wahl die Athlet*innen aus dem Team D. Zu den Olympischen Winterspielen in Peking 2022 wurden 120.000 Stimmen aus der Öffentlichkeit abgegeben. Die Stimmen aus beiden Gruppen wurden zu je 50 % gewichtet für das Gesamtergebnis gezählt.
Schmid und Draisaitl gewannen beide sowohl die öffentliche Wahl als auch das interne Team D Voting. Schmid, die als erste Skispringerin die deutsche Fahne tragen wird, holte sich bei den Frauen knapp 50 % der Stimmen aus der Öffentlichkeit und 37 % der Stimmen aus dem Team D. Auf Draisaitl vereinten sich bei den männlichen Kandidaten etwas mehr als 51 % der Stimmen aus der Öffentlichkeit und knapp 41 % der Stimmen aus dem Team D. Er ist ebenfalls der erste Eishockeyspieler, der bei einer Eröffnungsfeier die deutsche Fahne trägt. 2018 war Christian Ehrhoff diese Ehre bei der Schlussfeier zuteil geworden. 2022, als in Peking erstmals ein Duo bei Winterspielen die Fahne trug, waren Eisschnellläuferin Claudia Pechstein und Bobpilot Francesco Friedrich ausgewählt worden.
Draisaitl wird das Team Deutschland bei der Eröffnungsfeier in Mailand ins San Siro Stadion führen, Katharina Schmid wird bei der Eröffnungsfeier am Standort Predazzo die Führung übernehmen. Die Eröffnungsfeiern an den Standorten Mailand, Predazzo, Cortina und Livigno sollen zeitgleich stattfinden, inklusive Einlauf der Nationen, um ein einheitliches Gefühl trotz großer Entfernungen herzustellen.
Draisaitl wird am Freitag mit einem früheren Flug aus Kanada in Mailand erwartet, um rechtzeitig für seine Rolle als Fahnenträger vor Ort zu sein. Die restlichen NHL-Spieler werden erst am Samstag, 7. Februar, in Mailand landen. Die erste Partie der deutschen Eishockey-Männer steht am Donnerstag, 12. Februar, um 21.10 Uhr gegen Dänemark an. Katharina Schmid ist erstmals bereits am Samstag, 7. Februar, um 18.45 Uhr im Wettbewerb von der Normalschanze gefordert.
Die weiteren Kandidat*innen, die zur Abstimmung standen, sind: Ramona Hofmeister (29/Snowboard), Laura Nolte (27/Bob), Johannes Rydzek (34/Nordische Kombination) und Tobias Wendl (38/Rennrodeln).
Para-Biathletin Anja Wicker ist „Sportlerin des Monats“ Januar
Anja Wicker hat ihre starke Saison eindrucksvoll gekrönt: Neben dem Gewinn des Gesamtweltcups feierte die Stuttgarterin einen viel beachteten Heimsieg im Sprint über 7,5 Kilometer im Nordic-Center Notschrei und sammelte darüber hinaus zahlreiche weitere Podestplatzierungen im Biathlon und im Langlauf. Für diese eindrucksvollen Leistungen wählten die von der Sporthilfe geförderten Athletinnen und Athleten Anja Wicker mit 43,2 Prozent zur „Sportlerin des Monats“ Januar.
Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Wahl zur „Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats“ ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und
-athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten drei Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting.
Anja Wicker setzte sich bei der Wahl gegen das Bobteam Lochner (40,3%) und das Rodel-DuoTobias Wendl und Tobias Arlt (18,7%) durch. Johannes Lochner hatte gemeinsam mit seinem Team eine herausragende Saison mit dem Gewinn der Gesamtweltcups im Zweier- und Viererbob gekrönt und sich zudem zusammen mit Anschieber Georg Fleischhauer den Europameistertitel im Zweierbob gesichert. Wendl und Arlt überzeugten mit dem souveränen Gewinn des Europameistertitels im Doppelsitzer in Oberhof und bauten mit ihrem zweiten Weltcupsieg in Folge die Führung im Gesamtweltcup weiter aus - ein deutliches Ausrufezeichen für die olympischen Wettkämpfe in Mailand und Cortina.
Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden.
Weltkrebstag 2026: Gemeinsam einzigartig
Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger erhielt im Laufe ihrer Karriere gleich zweimal die Diagnose Krebs und kämpfte sich dennoch zurück an die Weltspitze. Wie es ihr damit erging und wie sie es schaffte wieder zurück in den Spitzensport zu finden, gibt es im aktuellen Podcast „Gesund in Sportdeutschland“ zu hören.
Auch Elena Semechin erhielt mitten in ihrer Karriere die Diagnose Krebs. Ende 2025 wurde die Schwimmern mit dem Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport im Rahmen der Veranstaltung „Sportler*in des Jahres“ ausgezeichnet. Sie ist eine Athletin, die mit ihrem unerschütterlichen Willen zeigt, dass eine Krebserkrankung nicht das Ende der Leistungssportkarriere bedeuten muss. Nach Entfernung eines Hirntumors im Alter von 28 Jahren wiederholte sie in Paris bei den Paralympics den Gewinn der Goldmedaille.



