Lindenstr. 43 - 48431 Rheine - Tel: 05971-12053 - Fax: 05971-12053 - E-Mail schreiben

Sportdeutschland-News

36 Sportarten, 62 Disziplinen: Karlsruhe bietet die vielfältigsten World Games

Die World Games 2029 in Karlsruhe nehmen immer mehr Form an. Nachdem bereits Ende April über einen Großteil des Sportartenprogramms entschieden worden war, steht seit diesem Donnerstagmittag nach Verhandlungen mit dem Weltverband IWGA fest, dass die Weltspiele der nicht-olympischen Sportarten, die vom 19. bis 29. Juli 2029 in der drittgrößten Stadt Baden-Württembergs stattfinden sollen, die vielfältigste Ausgabe seit der ersten Austragung im Jahr 1981 werden wird. 36 Sportarten stehen auf dem Programm, insgesamt werden in 62 Disziplinen Medaillen verliehen. Bei der bislang letzten Ausgabe im vergangenen Jahr in Chengdu (China) waren 34 Sportarten dabei. Deutschland trat in 25 davon an und belegte mit 45 Medaillen – 17 Gold-, 14 Silber- und 14 Bronzemedaillen – Rang zwei im Medaillenspiegel hinter Gastgeber China.

Neu im Programm sind unter anderem Hockey mit der Disziplin Hockey5, Air Badminton, Minigolf und Hallenradsport. Dafür wurde zum Beispiel die Kampfsportart Sambo gestrichen. Die gesamte Sportartenliste ist hier zu finden. Auch die Inklusion des Para-Sports wird vorangetrieben. Nachdem in Chengdu im Freediving und im Ju-Jutsu Para-Wettkämpfe inkludiert waren, wird dieses nun auch auf Para-Kanu, Para-Karate und Para-Sportklettern ausgeweitet. Insgesamt werden rund 4.000 Athlet*innen aus ungefähr 100 Nationen erwartet. Im Oktober, rund um die „1.000 Days to go“-Marke, werden erstmals Vertreter*innen der teilnehmenden Weltverbände und Nationalen Olympischen Komitees zu einem Treffen in Karlsruhe zusammenkommen. Die Wettkampfstätten sollen bis Frühjahr 2027 festgelegt werden, das genaue Wettkampfprogramm soll im Herbst 2027 stehen. Karlsruhe ist nach 1989 zum zweiten Mal Gastgeber, erstmals kommen die World Games damit in eine Stadt zurück, die schon einmal Ausrichter war. 2005 war zudem Duisburg Gastgeber.

Initiative für zukunftsfähige Vereinsheime gestartet

„Vereinsheim 2.0“ richtet sich an alle Fußballvereine des DFB, aber auch an alle weiteren dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) angeschlossenen Sportvereine, darüber hinaus an Städte, Gemeinden und kommunale Träger, die gemeinsam mit ihren Sportvereinen in moderne, nachhaltige Infrastruktur investieren möchten. Der DOSB sowie die Landessportbünde und -verbände standen dem DFB bei der Erstellung der Publikationen unterstützend zur Seite.

Die Veröffentlichungen setzen sich aus drei Elementen zusammen: Ein Handbuch dient als wesentliches Werkzeug, um ein Vereinsheim strukturiert betrachten, hinterfragen und einschätzen zu können: funktional, technisch und baulich. Außerdem begleitet es Vereine praxisnah auf dem Weg zur besten Lösung und unterstützt bei Fragen zu Fördermitteln, Baurecht und Nachhaltigkeit. Eine von Expert*innen, Fachplaner*innen und Vertreter*innen von Amateurvereinen gemeinsam entwickelte Funktionale Leistungsbeschreibung definiert in Grundzügen die räumlichen, technischen und organisatorischen Parameter eines zukunftsfähigen, idealtypischen Vereinsheims. Vereine finden hier Orientierung für Raumgrößen, Wegebeziehungen und Angaben zu notwendigen technischen Anforderungen.

Vereine und Kommunen, bei denen ein Neubaubedarf besteht, können auf einen Katalog zurückgreifen, der 16 zertifizierte, schlüsselfertige Mustervereinsheime in vier Größen umfasst und für den klassischen Dorfverein bis hin zu komplexen Sportanlagen mit mehreren Spielfeldern modulare und skalierbare Lösungen bietet. Der Katalog ist das Ergebnis einer EU-weiten Ausschreibung mit Bauunternehmen im seriellen, modularen Holzfertigbau. Die Gewinner hat der DFB über eine Rahmenvereinbarung vertraglich gebunden. Die Vorteile sind Kostensicherheit, kurze Planungs- und Bauzeiten sowie flexible, nachhaltige Lösungen.

Die Veröffentlichungen sind in gedruckter Form sowie online hier abrufbar.

Alex Wilke vor doppelter Heim-WM: „Das Potenzial für eine Medaille ist da“

Die Kette um ihren Hals ist ein klares Statement für das, was sie antreibt. Die Olympischen Ringe in Silber schmücken Alexandra Wilkes Dekolleté, und wer die 29-Jährige auf den bisherigen Höhepunkt ihrer sportlichen Karriere anspricht, erhält als Antwort ein vor Verzückung leuchtendes Gesicht und eine Einordnung, die die Faszination des wichtigsten Sportereignisses der Welt in zwei prägende Sätze kleidet. „Für mich war es eine andere Welt, in die ich eintauchen durfte. Es ist das größte Erlebnis, das wir haben können“, sagt die Basketball-Nationalspielerin, die 2024 in Paris die Olympiapremiere der deutschen Frauen miterlebte, die erst im Viertelfinale mit der 71:84-Niederlage gegen die Gastgeberinnen aus Frankreich endete.

Sie habe vorher zwar geahnt, dass die Spiele ein Level der Wahrnehmung garantieren, das durch nichts anderes erreicht wird. „Aber dass gefühlt wirklich jeder Olympia verfolgt und es allen ein Begriff ist, wenn man erzählt, dass man daran teilgenommen hat, ist wirklich der Wahnsinn“, sagt die Team-D-Athletin, die in dieser Woche mit dem deutschen Nationalteam in ein Abenteuer startet, das sie zumindest in ihrer Imagination nicht weit unterhalb der Olympischen Spiele einsortiert: die Heim-WM, die von diesem Freitag bis zum 13. September in Berlin ausgetragen wird. „Ich tue mich noch schwer, es in Worte zu fassen. Überhaupt bei einer WM dabei zu sein, ist eine große Sache für uns“, sagt sie angesichts der Tatsache, dass die bislang einzige WM-Teilnahme deutscher Basketballerinnen von 1998 datiert. Damals war man nur qualifiziert, weil Deutschland mit Münster, Wuppertal, Rotenburg/Fulda, Karlsruhe, Dessau, Bremen und Berlin Gastgeber war. Es reichte immerhin zu Rang elf.

Alex Wilke sieht das Potenzial für eine Medaille

In diesen Tagen sind die Vorzeichen andere. Dass die USA als Titelverteidiger und Rekordchampion Topfavorit auf WM-Gold sind, muss nicht lange diskutiert werden. Aber Deutschland, das im vergangenen Jahr bei der Heim-EM Rang fünf belegte, ist sportlich konkurrenzfähig. Alex Wilke hat zwar die Ansage verinnerlicht, dass sie und ihr Team „Schritt für Schritt gehen“ wollen. Dennoch sagt sie deutlich: „Das Potenzial für eine Medaille ist da!“ Daran habe auch der Ausfall von Topspielerin Satou Sabally nichts verändert. Die 28-Jährige von New York Liberty aus der nordamerikanischen Profiliga WNBA musste wegen der Folgen einer Gehirnerschütterung ihre Teilnahme absagen, was Alex Wilke vor allem auf persönlicher Ebene extrem leid tut. „Sie ist wie ich in Berlin aufgewachsen, wir haben in der Jugend schon gegeneinander gespielt. Es wäre für sie etwas sehr Besonderes gewesen, diese WM zu spielen. Natürlich ist ihre Absage ein krasser Rückschlag. Aber trotz ihres Ausfalls müssen wir unsere Ziele nicht zurückschrauben“, sagt sie.

Das ist mutig, schließlich stehen auch hinter den Einsätzen von Saballys zwei Jahre jüngerer Schwester Nyara (Toronto Tempo/Wadenverletzung) und Leonie Fiebich (26/New York Liberty), die am linken Fuß verletzt ist, noch Fragezeichen, beide haben wochenlang nicht gespielt und werden kaum in Topform in der Hauptstadt auflaufen. Aber weil im Aufgebot von Bundestrainer Olaf Lange in Luisa Geiselsöder (26) und Frieda Bühner (22/beide Portland Fire) zwei weitere WNBA-Spielerinnen stehen, schätzt Alex Wilke die Qualität im Team als hoch genug ein, um sich in den Vorrundenspielen gegen Spanien (4. September, 17.45 Uhr), Japan (5. September, 18 Uhr) und Mali (7. September, 17.50 Uhr) zu behaupten und als Gruppensieger direkt ins Viertelfinale einzuziehen. „Spanien zum Auftakt ist der härteste Gegner, wir kennen sie sehr gut, haben bei der EM im vergangenen Jahr in der Gruppe gegen sie verloren und deshalb noch eine Rechnung offen. Japan ist unbequem, sie spielen sehr schnell und wuselig, aber wir haben sie in Paris besiegt. Und Mali ist der Gegner, den man in dieser Gruppe schlagen muss“, sagt sie. 

Die Zweiten und Dritten der vier Vorrundengruppen bestreiten Qualifikationsspiele um die vier weiteren Plätze für die Runde der letzten acht. Mit diesem Umweg könnten bis zu einer Finalteilnahme sieben Partien binnen neun Tagen zusammenkommen. Eine Belastung, die Alex, die mit dem Team seit vergangenem Freitag in Berlin trainiert, als grenzwertig einordnet. „Wir kennen zwar Back-to-back-Spiele, aber auf diesem Niveau ist das schon etwas irre. Der Spielplan ist wirklich extrem eng, insbesondere für die WNBA-Spielerinnen, die direkt aus der Saison kommen. Aber wir haben einen tollen Staff, der sich damit auskennt, die Belastung zu steuern und der Regeneration ausreichend Raum zu geben, deshalb mache ich mir keine Sorgen“, sagt sie.

Unsere Geschäftsstelle

ETuS Rheine 1928 e.V.
Lindenstr. 43
48431 Rheine

 05971-12053
info@etus-rheine.de

 

Öffnungszeiten

Montag: von 17:00 - 18:30 Uhr
Donnerstag: von 09:00 – 11:30 Uhr

Außerhalb dieser Öffnungszeiten erreichen Sie uns für Anfragen oder Kursanmeldungen per Mail unter info@etus-rheine.de.